Stellungnahme der DJGT zur Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von Wolf GW924

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Stellungnahme zur Medieninformation des schleswig-holsteinischen MELUND vom 02. Oktober 2019 mit Blick auf die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Wolfes GW924m (18.10.19)

Anfang Oktober war der schleswig-holsteinische Umweltminister Albrecht mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Lies in Brüssel und hat Gespräche über Herdenschutzmaßnahmen an Deichen geführt. Im Anschluss erging hierzu eine Pressemitteilung, die u.a. in der Feststellung endete, dass die Kommission in Bezug auf die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss von Wölfen die Gelegenheit genutzt habe, das bisherige Vorgehen von Schleswig-Holstein (und Niedersachsen) zu bestätigen.

Um klarzustellen, dass es sich bei den geführten Gesprächen und der aktuellen Diskussion um die Wirksamkeit der geplanten Allgemeinverfügung zum Abschuss des Wolfes GW924m um zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte handelt, die strikt voneinander zu trennen sind, haben wir hierzu noch einmal ein kurze Stellungnahme verfasst, die Sie hier abrufen können.

Seminar: Wölfe und Bäume – Termine 2019/2020

Bäume
Foto: Gunther Kopp

Seminar Wölfe und Bäume – aktualisierte Termine 2019/2020

Erleben Sie ein unvergessliches Seminar mit Elli Radinger, Deutschlands bekanntester Wolfsexpertin. Seit der Wolf in Deutschland zurückgekehrt ist, beherrschen noch immer Mythen die Diskussion. Elli Radinger berichtet über die neuesten Erkenntnisse aus der Wolfsforschung und zeigt bisher noch unveröffentlichte Filmsequenzen über die Wölfe von Yellowstone. Nachmittags erkunden Sie das geheime Leben der Bäume und werden dabei von einem Waldexperten aus Peter Wohllebens Waldakademie geführt. „Seminar: Wölfe und Bäume – Termine 2019/2020“ weiterlesen

EuGH: Klare Absage gegen geplanten Gesetzesentwurf zum erleichterten Abschuss von Wölfen

Pressemitteilung der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. zum Urteil des EuGH zur finnischen Wolfsjagd
(C 17/674) vom 10. Oktober 2019

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat mit seinem heutigen
Urteil in dem gegen Finnland anhängigen Verfahren zur Wolfsjagd die
strengen Anforderungen an die Zulässigkeit einer eingeschränkten
Wolfsjagd bekräftigt. Der EuGH folgte damit dem Schlussantrag des
Generalanwaltes vom 08. Mai 2019 und hat in seiner Urteilsbegründung
diese sehr engen Grenzen weiter spezifiziert. In diesem Zusammenhang
hat der EuGH auch eine Reihe von bisherigen Entscheidungen noch einmal
explizit bekräftigt. Mit diesem Urteil unterstreicht der EuGH einmal mehr diegroße Bedeutung des Artenschutzes und die nur sehr begrenzten
Möglichkeiten bei der Tötung von Tieren der streng geschützten Arten.

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Rezension: Das geht so nicht weiter!

Das geht so nicht weiter!
Die Würde des Tieres ist unantastbar
Sophie & Karl-Ludwig Schweisfurth
bene! Verlag, 2019
112 Seiten
ISBN 978-3963400568
12,00 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online im Autorenwelt-Shop

Inhalt
Ein Immer-Mehr, Immer-Günstiger wird uns als erstrebenswertes Ziel verkauft. Aber wir spüren längst: Das muss ein Ende haben! Denn ein Lebensmittel- und Tierhaltungs-Skandal jagt den nächsten.

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Rezension: Darwins Hund

Darwins Hund
Die Geschichte des Menschen und seines besten Freundes
Bryan Sykes
Klett-Cotta, 2019
319 Seiten
ISBN 978-3608964486
22,00 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online im Autorenwelt-Shop

Inhalt
Wie verblüffend doch der alltägliche Anblick eines Menschen ist, der seinen Hund ausführt – ein hochentwickelter Primat und ein wilder Fleischfresser, deren Vorfahren einst Todfeinde waren, leben Seite an Seite, als wäre es das Natürlichste der Welt. Bryan Sykes beleuchtet die innige Beziehung zu unseren treusten Gefährten und zeigt, dass wir sowohl unser Überleben als auch unsere Vormachtstellung einer anderen Spezies verdanken: dem Hund.

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Wissen Wolf: Sprache und Ethik

28. April 2016. Das Umweltministerium Niedersachsen informiert: Wolf MT 6 ist tot. „(…) Entsprechend der Anordnung des Ministeriums wurde das Tier am Mittwochabend im Landkreis Heidekreis im Rahmen einer Maßnahme zur Gefahrenabwehr letal entnommen.“

Die Mitteilung klingt distanziert und neutral. Was tatsächlich geschehen ist:
Am Mittwoch dem 28. April 2016 wurde der niedersächsische Wolf Kurti von einem Scharfschützen der Polizei erschossen und starb.

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Zur geplanten Tötung* des Wolfes GW924m in Schleswig-Holstein

* Warum ich hier den Begriff „Tötung“ statt „Entnahme verwende.

DJGT zu der geplanten Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m in Schleswig-Holstein

Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht hat sich heute mit einem Schreiben an den schleswig-holsteinischen Minister Albrecht gewandt, und den geplanten Erlass einer Allgemeinverfügung, mit der der Abschuss des Wolfes GW924m „effizienter“ gestaltet werden soll und die Wahrscheinlichkeit des Abschusses erhöht werden soll, scharf kritisiert.

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„Scrupellos“ beim Filmfestival NaturVision 2019

Der Film „Skupellos“ hat den Newcomer-Filmpreis des Filmfestivals NaturVision 2019 gewonnen.

Das Festival ist ein einzigartiges Filmfestival für Natur, Wildlife und Umwelt. Mit beeindruckenden Filmen, kritischen Informationen und konkreten Projekten begeistert das Filmfestival die Menschen. Zum Beispiel für die Schönheit der Welt und für alternatives Verhalten. Herzstück ist der internationale Filmwettbewerb, bei dem renommierte und teils hoch dotierte Preise verliehen werden. NaturVision steht für hohe Filmkunst und Zukunftsbildung.

Bei dem Film „Skrupellos“ geht es um den Umgang mit Tieren und welche Probleme wir ihnen bereiten. Unter dem Motto „Geschichten über unsere Nutztiere, das Insektensterben und vom bösen Wolf“, produzierten die Medienschüler des Berufkollegs Rheinbach diesen Film, der sich mit unserem Umgang mit Tieren und den Problemen, die wir ihnen bereiten, auseinandersetzt.

Wir gratulieren den Kollegen zu diesem großartigen Film und natürlich auch zum Preis.

NABU: Hände weg vom Wolf

Seit fast 20 Jahren sind Wölfe wieder in Deutschland heimisch. Aber nun will die Bundesregierung den strengen Artenschutz aufweichen. Wenn wir dies nicht verhindern, könnten Wölfe – und andere bedrohte Wildtiere – künftig einfacher getötet werden. Schon bald wird über die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes abgestimmt – eine Scheinlösung, mit der sich die Bundesregierung beim Schutz der Weidetiere aus der Verantwortung stehlen will.

Schicken Sie deshalb jetzt eine Protestmail an Ihre Bundestagsabgeordneten.

Weitere Infos, Hintergründe und zum Protest hier …