NABU: Hände weg vom Wolf

Seit fast 20 Jahren sind Wölfe wieder in Deutschland heimisch. Aber nun will die Bundesregierung den strengen Artenschutz aufweichen. Wenn wir dies nicht verhindern, könnten Wölfe – und andere bedrohte Wildtiere – künftig einfacher getötet werden. Schon bald wird über die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes abgestimmt – eine Scheinlösung, mit der sich die Bundesregierung beim Schutz der Weidetiere aus der Verantwortung stehlen will.

Schicken Sie deshalb jetzt eine Protestmail an Ihre Bundestagsabgeordneten.

Weitere Infos, Hintergründe und zum Protest hier …

Seminar: Wölfe und Bäume – Termine 2019

Bäume
Foto: Gunther Kopp

Seminar Wölfe und Bäume – aktualisierte Termine 2019/2020

Erleben Sie ein unvergessliches Seminar mit Elli Radinger, Deutschlands bekanntester Wolfsexpertin. Seit der Wolf in Deutschland zurückgekehrt ist, beherrschen noch immer Mythen die Diskussion. Elli Radinger berichtet über die neuesten Erkenntnisse aus der Wolfsforschung und zeigt bisher noch unveröffentlichte Filmsequenzen über die Wölfe von Yellowstone. Nachmittags erkunden Sie das geheime Leben der Bäume und werden dabei von einem Waldexperten aus Peter Wohllebens Waldakademie geführt. „Seminar: Wölfe und Bäume – Termine 2019“ weiterlesen

Ulrich Wotschikowsky ist tot

Foto: imagii/pixabay

Der Biologe und Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky ist am 30. August 2019 nach schwerer Krankheit verstorben. Wotsch war die mahnende und besonnene Stimme, die wir in populistischen Wolfszeiten brauchen. Besonders verpflichtet fühlte er sich Wolf und Luchs. In einem Fernseh-Interview sagte er einmal: „Sie sind da, weil sie da sind, weil sie uns der Schöpfer gegeben hat – oder die Natur oder die Evolution. Wir haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sie zu erhalten.“ Wotsch hielt nie mit seiner Meinung hinter dem Berg – und eckte damit oft genug an, sowohl bei Naturschutz- und Umweltverbänden, als auch bei den Jägern. Aber gerade seine Unabhängigkeit machte ihn zu einem Vorbild für viele.
Lesen Sie, was sein Sohn zum Tod seines Vaters schreibt …

Wir trauern um einen Freund und Berater. Unser Mitgefühl gehört seinen Angehörigen.

Gute Reise, Wotsch!

 

Rezension: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur

Das geheime Band zwischen Mensch und Natur
Erstaunliche Erkenntnisse über die 7 Sinne des Menschen, den Herzschlag der Bäume und die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben
Peter Wohlleben
Ludwig, 2019
240 Seiten
ISBN 978-3453280953
22,00 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online im Autorenwelt-Shop

Inhalt
Wie sehr sind wir überhaupt noch mit der Natur verbunden? Peter Wohlleben ist überzeugt: Das Band zwischen Mensch und Natur ist bis heute stark und intakt, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind: Unser Blutdruck normalisiert sich in der Umgebung von Bäumen, die Farbe Grün beruhigt uns, der Wald schärft unsere Sinne, er lehrt uns zu riechen, hören, fühlen und zu sehen. Umgekehrt reagieren aber auch Pflanzen positiv auf menschliche Berührung. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen öffnet uns Peter Wohlleben die Augen für das verborgene Zusammenspiel von Mensch und Natur. Er entführt uns in einen wunderbaren Kosmos, in dem der Mensch nicht als überlegenes Wesen erscheint, sondern als ein Teil der Natur wie jede Pflanze, jedes Tier. Und er macht uns bewusst, dass es in unserem ureigenen Interesse ist, dieses wertvolle Gut zu bewahren.

„Rezension: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur“ weiterlesen

Rezension: Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf?

Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf?
(Cartoon)
Heinz Grundel
Kynos, 2019
96 Seiten
ISBN 978-3954642076
9,95 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online hier

Inhalt
Der Wolf kehrt zurück nach Deutschland – und mit ihm eine heiß geführte Diskussion, ob in unserer zivilisierten Gesellschaft genügend Raum für ihn ist und ein Zusammenleben möglich ist.
Cartoonist Heinz Grundel leistet einen augenzwinkernden Beitrag zur Debatte – stets zum Schmunzeln, aber immer auch mit erstem Hintergrund und manchmal auch ein bisschen bitterböse.

„Rezension: Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf?“ weiterlesen

Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. zur aktuellen politischen Diskussion um den Wolf

Die politische Diskussion um den künftigen Umgang mit Wölfen hat sich auch in der Sommerpause des Bundestages fortgesetzt. Im Vordergrund stand dabei immer wieder die Schaffung von erleichterten Entnahmemöglichkeiten für den Wolf bis hin zu der Forderung den Schutzstatus des Wolfes zu senken.

„Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. zur aktuellen politischen Diskussion um den Wolf“ weiterlesen

Der Wolf im Wahlkampf

Mit der Angst auf Stimmenfang

Seit inzwischen 20 Jahren ist der Wolf zurück in Deutschland. Immer wieder läuft er durch Dörfer, immer wieder reißt er Schafe und Ziegen. Nun greift die AfD das Thema auf und benutzt den Wolf, um Wahlkampf und kräftig Stimmung zu machen.

Frontal 21 hat das Thema „Der Wolf im Wahlkampf“ aufgegriffen. Die Sendung können Sie noch in der Mediathek sehen:

Ich erspare mir bewusst jeden Kommentar zu den unqualifizierten Aussagen der „Wolfbeauftragten“ Silke Grimm und ihrer Parteigenossen und bitte Sie inständig: Zeigen Sie mit Ihrer Stimme, was Sie davon halten und gehen Sie zur Wahl!!!

Der nächste Newsletter Wolf & Co erscheint Anfang September.
Zur Anmeldung geht’s hier …
Ältere Ausgaben finden Sie im Archiv

Wolf/Bär/Österreich:  WWF kritisiert Antrag auf Abschuss von Bär und Wolf in Tirol

Vertreter der Landwirtschaftskammer flüchten sich in Scheinlösungen – Betroffenen Bauern ist mit Abschuss nicht geholfen – Herdenschutz statt Büchse ist unumgänglich

Nach dem Antrag auf Wolfs-Abschuss in Salzburg sucht nun auch die Landwirtschaftskammer Tirol um eine Abschussfreigabe für Bär und Wolf bei den Behörden an. Der WWF kritisiert die aktionistische Forderung scharf: „Seit 2002 wandern regelmäßig Bären in Tirol ein, seit 2009 auch immer wieder Wölfe. Von Seiten der Landwirtschaftsvertreter wurde seither nichts unternommen, um betroffenen Bauern ihre berechtigten Sorgen zu nehmen und sie bei der Rückkehr streng geschützter Arten mit tatsächlich wirksamen Herdenschutzmaßnahmen zu unterstützen. Abschüsse sind reine Scheinlösungen und sollen von langjährigen Versäumnissen ablenken. Interessensvertreter der Nutztierhalter sind offensichtlich nicht an Prävention interessiert, sondern ergehen sich in populistischen Abschussphantasien und Wild-West-Politik“, sagt Christian Pichler vom WWF Österreich.

„Wolf/Bär/Österreich:  WWF kritisiert Antrag auf Abschuss von Bär und Wolf in Tirol“ weiterlesen

Berufsschäfer: Schutz vor Wölfen möglich, aber teuer

Der Wolf hat sich mittlerweile auf vielen Naturerbeflächen in Ostdeutschland wieder angesiedelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze informierte sich heute auf der DBU-Naturerbefläche Weißhaus über den Umgang der dortigen Schäfer und Schäferinnen mit den Rudeln. Gemeinsam mit dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, und einigen Behörden- sowie Medienvertretern besuchte sie im Rahmen ihrer Sommerreise die brandenburgische Fläche im Nationalen Naturerbe, um mit drei Schäfern aus der Region sowie dem Vorsitzenden des Bundesverbandes der Berufsschäfer, Günther Czerkus, ins Gespräch zu kommen. Rene Jeronimus, Matthias Möckel und Annett Hertweck machten im Hinblick auf die Wölfe auf den DBU-Naturerbeflächen deutlich, dass ein Schutz vor den Wölfen möglich sei, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen würden. „Das größte Problem für die Schäfer ist nicht der Wolf, sondern die fehlende Agrarförderung. Es wird höchste Zeit, dass wir eine Weidetierprämie in Deutschland einführen, zumal es sie schon in fast ganz Europa gibt“, so Schulze.

„Berufsschäfer: Schutz vor Wölfen möglich, aber teuer“ weiterlesen

So viel kostet der Wolf in Deutschland

Hunderte Wölfe leben wieder in Deutschland. Das lassen sich die Bundesländer nach SPIEGEL-Informationen in diesem Jahr einen erheblichen Betrag kosten.
Der Wolf ist zurück in Deutschland, in fast allen Bundesländern haben sich die Tiere angesiedelt. Die Länder lassen sich das einiges kosten: Sie planen, wie eine SPIEGEL-Umfrage zeigt, in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Euro für die freilebenden Wölfe ein.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier