Ulrich Wotschikowsky ist tot

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Der Biologe und Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky ist am 30. August 2019 nach schwerer Krankheit verstorben. Wotsch war die mahnende und besonnene Stimme, die wir in populistischen Wolfszeiten brauchen. Besonders verpflichtet fühlte er sich Wolf und Luchs. In einem Fernseh-Interview sagte er einmal: „Sie sind da, weil sie da sind, weil sie uns der Schöpfer gegeben hat – oder die Natur oder die Evolution. Wir haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sie zu erhalten.“ Wotsch hielt nie mit seiner Meinung hinter dem Berg – und eckte damit oft genug an, sowohl bei Naturschutz- und Umweltverbänden, als auch bei den Jägern. Aber gerade seine Unabhängigkeit machte ihn zu einem Vorbild für viele.
Lesen Sie, was sein Sohn zum Tod seines Vaters schreibt …

Wir trauern um einen Freund und Berater. Unser Mitgefühl gehört seinen Angehörigen.

Gute Reise, Wotsch!

 

Rezension: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur

Das geheime Band zwischen Mensch und Natur
Erstaunliche Erkenntnisse über die 7 Sinne des Menschen, den Herzschlag der Bäume und die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben
Peter Wohlleben
Ludwig, 2019
240 Seiten
ISBN 978-3453280953
22,00 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online im Autorenwelt-Shop

Inhalt
Wie sehr sind wir überhaupt noch mit der Natur verbunden? Peter Wohlleben ist überzeugt: Das Band zwischen Mensch und Natur ist bis heute stark und intakt, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind: Unser Blutdruck normalisiert sich in der Umgebung von Bäumen, die Farbe Grün beruhigt uns, der Wald schärft unsere Sinne, er lehrt uns zu riechen, hören, fühlen und zu sehen. Umgekehrt reagieren aber auch Pflanzen positiv auf menschliche Berührung. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und seiner eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen öffnet uns Peter Wohlleben die Augen für das verborgene Zusammenspiel von Mensch und Natur. Er entführt uns in einen wunderbaren Kosmos, in dem der Mensch nicht als überlegenes Wesen erscheint, sondern als ein Teil der Natur wie jede Pflanze, jedes Tier. Und er macht uns bewusst, dass es in unserem ureigenen Interesse ist, dieses wertvolle Gut zu bewahren.

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Rezension: Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf?

Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf?
(Cartoon)
Heinz Grundel
Kynos, 2019
96 Seiten
ISBN 978-3954642076
9,95 €

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel oder online hier

Inhalt
Der Wolf kehrt zurück nach Deutschland – und mit ihm eine heiß geführte Diskussion, ob in unserer zivilisierten Gesellschaft genügend Raum für ihn ist und ein Zusammenleben möglich ist.
Cartoonist Heinz Grundel leistet einen augenzwinkernden Beitrag zur Debatte – stets zum Schmunzeln, aber immer auch mit erstem Hintergrund und manchmal auch ein bisschen bitterböse.

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Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. zur aktuellen politischen Diskussion um den Wolf

Die politische Diskussion um den künftigen Umgang mit Wölfen hat sich auch in der Sommerpause des Bundestages fortgesetzt. Im Vordergrund stand dabei immer wieder die Schaffung von erleichterten Entnahmemöglichkeiten für den Wolf bis hin zu der Forderung den Schutzstatus des Wolfes zu senken.

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Der Wolf im Wahlkampf

Mit der Angst auf Stimmenfang

Seit inzwischen 20 Jahren ist der Wolf zurück in Deutschland. Immer wieder läuft er durch Dörfer, immer wieder reißt er Schafe und Ziegen. Nun greift die AfD das Thema auf und benutzt den Wolf, um Wahlkampf und kräftig Stimmung zu machen.

Frontal 21 hat das Thema „Der Wolf im Wahlkampf“ aufgegriffen. Die Sendung können Sie noch in der Mediathek sehen:

Ich erspare mir bewusst jeden Kommentar zu den unqualifizierten Aussagen der „Wolfbeauftragten“ Silke Grimm und ihrer Parteigenossen und bitte Sie inständig: Zeigen Sie mit Ihrer Stimme, was Sie davon halten und gehen Sie zur Wahl!!!

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Wolf/Bär/Österreich:  WWF kritisiert Antrag auf Abschuss von Bär und Wolf in Tirol

Vertreter der Landwirtschaftskammer flüchten sich in Scheinlösungen – Betroffenen Bauern ist mit Abschuss nicht geholfen – Herdenschutz statt Büchse ist unumgänglich

Nach dem Antrag auf Wolfs-Abschuss in Salzburg sucht nun auch die Landwirtschaftskammer Tirol um eine Abschussfreigabe für Bär und Wolf bei den Behörden an. Der WWF kritisiert die aktionistische Forderung scharf: „Seit 2002 wandern regelmäßig Bären in Tirol ein, seit 2009 auch immer wieder Wölfe. Von Seiten der Landwirtschaftsvertreter wurde seither nichts unternommen, um betroffenen Bauern ihre berechtigten Sorgen zu nehmen und sie bei der Rückkehr streng geschützter Arten mit tatsächlich wirksamen Herdenschutzmaßnahmen zu unterstützen. Abschüsse sind reine Scheinlösungen und sollen von langjährigen Versäumnissen ablenken. Interessensvertreter der Nutztierhalter sind offensichtlich nicht an Prävention interessiert, sondern ergehen sich in populistischen Abschussphantasien und Wild-West-Politik“, sagt Christian Pichler vom WWF Österreich.

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Berufsschäfer: Schutz vor Wölfen möglich, aber teuer

Der Wolf hat sich mittlerweile auf vielen Naturerbeflächen in Ostdeutschland wieder angesiedelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze informierte sich heute auf der DBU-Naturerbefläche Weißhaus über den Umgang der dortigen Schäfer und Schäferinnen mit den Rudeln. Gemeinsam mit dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, und einigen Behörden- sowie Medienvertretern besuchte sie im Rahmen ihrer Sommerreise die brandenburgische Fläche im Nationalen Naturerbe, um mit drei Schäfern aus der Region sowie dem Vorsitzenden des Bundesverbandes der Berufsschäfer, Günther Czerkus, ins Gespräch zu kommen. Rene Jeronimus, Matthias Möckel und Annett Hertweck machten im Hinblick auf die Wölfe auf den DBU-Naturerbeflächen deutlich, dass ein Schutz vor den Wölfen möglich sei, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen würden. „Das größte Problem für die Schäfer ist nicht der Wolf, sondern die fehlende Agrarförderung. Es wird höchste Zeit, dass wir eine Weidetierprämie in Deutschland einführen, zumal es sie schon in fast ganz Europa gibt“, so Schulze.

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So viel kostet der Wolf in Deutschland

Hunderte Wölfe leben wieder in Deutschland. Das lassen sich die Bundesländer nach SPIEGEL-Informationen in diesem Jahr einen erheblichen Betrag kosten.
Der Wolf ist zurück in Deutschland, in fast allen Bundesländern haben sich die Tiere angesiedelt. Die Länder lassen sich das einiges kosten: Sie planen, wie eine SPIEGEL-Umfrage zeigt, in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Euro für die freilebenden Wölfe ein.

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Rezension: Gezähmt und ungezähmt

Gezähmt und ungezähmt
Von großen und von kleinen Tieren
Sy Montgomery und Elizabeth Marshall Thomas
Malik, 2019
272 Seiten
ISBN: 978-3890295206
22,00 €

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Jahrhundertelang haben Menschen es als Beleidigung empfunden, wenn sie als ›Tiere‹ bezeichnet wurden. Dieses Buch zeigt, was für ein Kompliment das in Wahrheit ist. (Donna Leon)

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Rezension: Die unbewohnbare Erde

Die unbewohnbare Erde
Leben nach der Erderwärmung
David Wallace-Wells
Ludwig Verlag, 2019
336 Seiten
ISBN 978-3453281189
18,00 €

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Inhalt
Die heute schon spürbaren und die schlimmstmöglichen Folgen der Klimaerwärmung sind das Thema des Journalisten David Wallace-Wells in diesem spektakulären Report. Wie kann und wird das Leben auf der Erde in nur 40, 50, 60 Jahren aussehen? Sicher ist: Heutige Teenager und Kinder werden noch erleben, wie sich die Bedingungen für die Menschheit auf der Erde dramatisch verschlechtern, sie werden erleben, wie sie in Teilen unbewohnbar wird. Wallace-Wells macht die vielen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Mehrheit der Menschen oft gar nicht erreichen, begreifbar, ja fühlbar. Und am Ende steht die drängende Frage: Haben wir überhaupt noch eine Chance, das Unheil abzuwenden?
Ein polarisierendes, aufrüttelndes und fesselndes Debattenbuch zu einem Thema, das der Menschheit zunehmend unter den Nägeln brennt.

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