
Hervorragende Arbeit der Hamburger Polizei
Am Abend des 30.03.2026 wurde nach Medienberichten ein Wolf durch die Polizei mit einer Schlinge in der Hamburger Binnenalster gefangen. Das Tier wurde anschließend in das Wildgehege Klövensteen im Hamburger Stadtteil Rissen gebracht.
Es handele sich hier mit größter Wahrscheinlichkeit um einen jungen unerfahrenen Wolf, der auf der Reviersuche leider in die Hamburger Innenstadt gelangt sei, so die Naturschutzinitiative e.V. (NI).
Dies stelle für das Tier, welches den Menschen als Gefahr wahrnimmt, eine enorme Stresssituation dar, so die Naturschutzinitiative e.V. (NI).
Als der Wolf dann auch noch in ein geschlossenes Gebäude mit Menschen gelangte und nicht herausfand, sei er nach Medienberichten verzweifelt wiederholt gegen eine Glasscheibe gerannt. Dabei ist es dann offensichtlich zu dem sehr bedauerlichen Biss an einer Frau gekommen, die dem Tier helfen wollte. Das Wildtier befand sich aufgrund der Stresssituation in einem Ausnahmezustand.
„Es handelt sich nicht um einen anlasslosen Angriff eines Wolfs gegen Menschen. Vielmehr hat sich der Wolf in einer Ausnahmesituation befunden. Wenn sich Menschen einem Wildtier nähern, das höchst gestresst großer Angst ausgesetzt ist, kommt es zwangsläufig zu einer Abwehrreaktion. In einem solchen aus der Sicht des Tieres ausweglos erscheinenden Moment beißt ein Wolf ganz vergleichbar einem wehrhaften Haushund zu seiner Verteidigung zu“, erklärte Dr. Wolfgang Epple, Wissenschaftlicher Beirat der NI.
„Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) bietet an, den Wolf in das mit der NI kooperierende Wildtier- und Artenschutzzentrum im Kreis Pinneberg bringen zu lassen, um dem Tier die Möglichkeit der Erholung zu geben. Danach sollte es umgehend wieder an einer geeigneten Stelle freigelassen werden“, so Roland Dilchert, Landessprecher der NI für Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Der sehr bedauerliche Vorfall müsse aus natur- und artenschutzrechtlicher Sicht sachlich betrachtet und bewertet werden. „Wir bedanken uns sehr für die außerordentlich gute Arbeit der Polizei“, so Roland Dilchert und Dr. Wolfgang Epple.



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