Hopes schmerzhafte Vergangenheit

1. Mai 2021

Hope, die „Baumflüsterin“

Nachdem Hope sich schon ein wenig bei mir eingelebt hat, war es nun Zeit für eine ausführliche medizinische Untersuchung. Gerade wegen ihrer krummen Beinchen wollte ich wissen, was auf mich zukommt. Mit welchen Zipperlein kann ich im Laufe der Jahre rechnen? Werden wir beide noch größere Wanderungen machen können? Ich halte viel davon, vorbereitet zu sein, um rechtzeitig handeln zu können.

Hope hatte einen Röntgentermin bei der Tierärztin. Unter Narkose wurde sie von allen Seiten geröntgt. Das Ergebnis war schlechter als befürchtet. Hier das Röntgenbild vom hinteren, rechten Bein.

Röntgenbild von Hopes hinterem rechten Bein. Der nicht verheilte Bruch ist deutlich sichtbar.

Die Hündin hatte wohl in jungen Jahren einen Unfall und dabei die Beine gebrochen. Das alles blieb unversorgt. Die anderen Brüche sind wieder einigermaßen verheilt, aber hinten rechts sind die Knochen nicht mehr zusammengewachsen, wie man auf dem Röntgenbild sieht. Es behindert sie nicht sichtbar und scheint gut verkapselt zu sein. Vermutlich ist dieses Bein auch ein klein wenig kürzer, was zu einer Überlastung des linken Vorderbeins und somit auch zu einer Verspannung des Schultergürtels führen kann. Ich merke es daran, dass sie vorne links leicht hinkt, wenn sie länger gelaufen ist.
Hope wird also für den Rest ihres Lebens Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel brauchen und in einigen Jahren vermutlich auch Dauer-Schmerzpatientin sein. Bis dahin können wir aber noch viel tun. Beispielsweise können wir durch längere Wanderungen eine Art Ausdauertraining machen und so Muskeln aufbauen. Wir werden regelmäßig ihre Physiotherapeutin sehen und im Sommer soll sie auch auf das Unterwasser-Laufband. Das hat Shira bei ihrer Arthrose immer sehr gut getan. Ich werde lernen, sie zu massieren, und muss alle Sprünge verhindern.
Die gute Nachricht der Untersuchung: Hopes Blutbild ist tiptop. Solche ausgezeichneten Werte hätte ich auch gerne.
Es kommt also Arbeit auf mich zu. Nur – den Jakobsweg werden wir nicht mehr laufen können … nicht, dass ich das tatsächlich vorgehabt hätte. Wir beginnen schon einmal mit einer Wanderung auf dem Lahn-Dill-Bergland-Pfad.

Blick ins Lahn-Dill-Bergland

Der beste Aussichtsplatz

Die Frage, die mich nicht loslässt: Was sind das nur für Menschen, die einen Hund überfahren und dann liegenlassen und sich nicht kümmern? Gleichzeitig empfinde ich einen ungeheueren Respekt für meine kleine tapfere Maus, die sich ins Leben gekämpft und trotz aller Behinderungen auf der Straße überlebt hat. Dafür soll es ihr jetzt für den Rest ihres Lebens besonders gut gehen.

Hope selbst ist von dem ganzen Theater um sie unbeeindruckt fröhlich und genießt die Sonne mit ihrem neuen Freund, Mr. Darcy

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