
Wolf ist freigelassen – Senatorin erfüllt Forderungen der Naturschutzinitiative e.V. (NI) | Naturschutzinitiative e.V.
Nach dem Angriff eines Wolfes auf eine Frau in Hamburg-Altona ist das Jungtier wieder ausgewildert worden. Es war vor etwa einer Woche von der Polizei eingefangen worden.
Die nun erfolgte Freilassung des Wolfes, mit einem Sender versehen, ist auf die Einsicht in die übermittelte Rechtslage zurückzuführen. Die Senatorin musste einsehen, dass es zur Freilassung des geschützten Wolfs keine darstellbare Alternative gab.
„Die voreiligen Berichte von einem Biss und dass die Frau schwer verletzt worden wäre, stellten sich als unwahr heraus. Ebenso falsch sind damit die Meldungen, dass erstmals seit 28 Jahren ein Mensch in Deutschland von einem Wolf angegriffen worden sei“, betonte Dr. Wolfgang Epple, Biologe, Ethologe und Wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI).
„Zudem wurde in der Tagesschau berichtet, dass Wölfe in Deutschland angesiedelt wurden. Auch diese Behauptung ist eine Falschinformation. Wölfe sind seit der Jahrtausendwende natürlich wieder eingewandert. Es ist eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Die Wölfe haben zwar noch nicht alle Teile ihrer angestammten Heimat zurück erobert, aber sie haben gezeigt, dass sie in unserem dicht besiedelten Land gut zurecht kommen. Die Naturschutzinitiative begleitet diese natürliche Entwicklung, die auftretenden Konflikte und alle Begleitumstände seit Jahren mit fachlicher und rechtlicher Expertise“, erklären Roland Dilchert und Wolfgang Epple.
„Eine an den Erkenntnissen der Wissenschaft orientierte Berichterstattung ist angesichts vieler Vorurteile gegen die Wölfe dringlich. Die nun vorgesehene generelle Bejagung des Wolfs löst keine einzige der Herausforderungen, die eine gelungene Koexistenz von Wölfen und Menschen darstellt“, heißt es abschließend in der Mitteilung der Naturschutzinitiative e.V. (NI).
Naturschutzinitiative e.V. (NI)
Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger und bundesweit anerkannter Naturschutzverband. e V. (NI).
Wir begrüßen die Entscheidung und wünschen dem Wolf, dass er in Ruhe seinen weiteren Weg gehen kann.



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