Wolfsmeldungen und Fake News

Medien: Was ist echt und was ist Panikmache?

Gerade bereite ich den neuen Newsletter Wolf & Co vor und habe bisher aus den zahlreichen Wolfsmeldungen etwa 80 Prozent aussortiert, weil es sich um keine „realen“ Meldungen, sondern um Vermutungen, Annahmen und Fake News handelt.

Wolfsmeldung Lüge und Wahrheit
Was ist wahr und was ist Lüge oder Manipulation? (Foto: geralt/pixabay)

Einige Wolfsmeldungen in der Presse strotzen nur so vor fachlicher Unkenntnis, Ignoranz und Sensationshascherei. Je nachdem, welche Zeitschrift berichtet oder welcher Gesinnung der Redakteur ist, wird das Auftreten von Wölfen entsprechend zurechtgebogen. Wenn wir Schlagzeilen lesen wie „Raubtier verfolgt Landwirt“, „Schafe offenbar von Wölfen gerissen“, „Tote Kälber – war es ein Wolf?“ können wir sie bildlich vor uns sehen: Blutrünstige Wölfe, die über ein Schlachtfeld von gerissenen Tierkadavern steigen, um anschließend unschuldige Menschen zu verfolgen.

Wird irgendwo ein totes Tier aufgefunden, schreit jemand sofort „Wolf!“ oder es wird etwas behauptet und ein fettes Fragezeichen dahinter gesetzt – so ist man als Berichterstatter fein raus. Manipulation statt Faktencheck. Die Hysterie wird immer schlimmer und m. E. auch von den einzelnen Interessengruppen gezielt gesteuert. Selbst wenn ein Wolf Rehe reißt (seine natürliche Beute), wird er verdammt und teilweise als blutrünstige Bestie dargestellt. Schafe darf er nicht, Rehe gehen auch nicht. Soll er sich sein Mittagessen von McD kommen lassen?
Wird Wolfs-DNA an einem gerissenen Tier festgestellt, bedeutet das noch nicht, dass der Kanide es auch getötet hat. Das Chaos in der Wolfsszene ist perfekt und wird immer schlimmer und gehässiger. Angesichts von G20 und Trumpismus kein Wunder.

Einige Anti-Wolf-Plattformen tun sich besonders hervor mit Falschmeldungen oder geschickten Textmanipulationen, so u. a. die landwirtschaftlichen Plattformen topagrar, agrarheute oder proplanta. Ebenso die Zeitschrift Outfox-World, Jawina sowie andere Jagdzeitungen, die sich gerne einen rustikalen „Natur-Touch“ geben. Wolfsfreunde und Befürworter werden grundsätzlich lächerlich gemacht, weil ja nur die Jäger als echte „Experten“ wissen, was Sache ist.
Ich habe hier bewusst nicht auf diese Plattformen verlinkt und empfehle Ihnen auch, sie NICHT zu besuchen, denn jeder Klick mehr, den sie erhalten, oder jede Anmeldung zu deren Newsletter verschafft ihnen ein höheres Google-Ranking.
Ich selbst beteilige mich grundsätzlich weder an Hass-Diskussionen noch kommentiere ich sie. Für mich ist das verschwendete Lebenszeit, die ich lieber dazu nutze, real über den Wolf aufzuklären, statt mich in einen Sumpf von Hass und Lügen ziehen zu lassen.

Bei Wolfsmeldungen bitte beachten

Ich möchte Sie dringend bitten, bei Wolfsmeldungen darauf zu achten, wo sie herkommen und wer sie eingestellt hat. Ich rede hier nicht von Facebook-Gruppen, das ist ein anderes Kaliber (und lohnt sich noch weniger, sich darüber aufzuregen), sondern ich rede von vermeintlich seriösen Zeitungen und Berichterstattern. Leider gibt es gerade in den Wolfsgebieten auch offizielle Tageszeitungen, die auf subtile Weise gegen den Wolf Stimmung machen.

Wolfsmeldungen Hund
Erwarten Sie von diesem Reporter objektive Wolfsmeldungen? (Foto: pixabay)

Gegenbeispiel

Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele:  Unten ein Statement von CelleHeute. Wie wohltuend. So sieht guter Journalismus aus.

Der böse Wolf und…

Wie erkennen Sie nun echte Wolfsmeldungen?

Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand und fragen Sie immer wieder, wer die Meldung eingestellt hat und was er damit bezweckt. Im Zweifelsfall lesen Sie unseren Newsletter oder abonnieren Sie meine Google+ Gruppe Wolf News, denn hier werden ausschließlich bestätigte Wolfsmeldungen eingestellt.

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