Wolf News Juli 2020

News

Aktuelle Wolfsmeldungen Juli 2020

Niedersachsen
Pferde gerissen: DNA von Rodewalder Wolfsrudel
Zwei im Landkreis Nienburg getötete Pferde sind offenbar von Tieren aus dem Rodewalder Wolfsrudel gerissen worden. Wie ein Sprecher des Umweltministeriums am Freitag mitteilte, sind Speichelspuren von jeweils mindestens zwei Tieren des Rudels bei DNA-Analysen nachgewiesen worden.
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Mecklenburg-Vorpommern
Getötete Wolfsfähe war nicht trächtig
Die auf der Grundlage der Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock in der Nacht vom 10. auf den 11.04.2020 bei Schwaan getötete Wolfsfähe war nicht trächtig. Die Sektion des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sowie weitere nunmehr vorliegende Untersuchungen haben keine Hinweise auf eine Trächtigkeit oder embryonale DNA ergeben.
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Sachsen
Wölfe in der Oberlausitz bleiben in Deckung
In der Oberlausitz ist es ruhig um die Wölfe geworden. Derzeit werden nur wenige Angriffe auf Nutztiere gemeldet. Sichtungen sind selten geworden und auch das Heulen ist verstummt. Haben die grauen Räuber etwa ihr Revier gewechselt? Noch vor einem Jahr sorgten die Wölfe in der Oberlausitz durch zahlreiche Übergriffe nicht nur für Schlagzeilen, sondern auch für Angst und Schrecken vor allem in Dörfern.
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Wolf auf B107 bei Schönfeld von Auto erfasst und getötet
Im Nordosten Sachsen-Anhalts ist ein Wolf von einem Auto erfasst und getötet worden. Das Tier lief am Donnerstagmorgen über die B107 bei Schönfeld, der Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, wie die Polizei in Stendal mitteilte. Das Tier verendete an der Unfallstelle. Experten des Wolfskompetenzzentrums wurden gerufen. Am Auto des 65-Jährigen entstand Sachschaden.
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Bayern
Tote Schafe in Traunstein und Kössen
Erste DNA-Ergebnisse da: Kein Hund, kein Wolf – überraschende Wende?
Mehrere Schafe wurden in den letzten Monaten in Tirol und Bayern gerissen. War es ein Wolf? Oder doch Hunde? Nun liegen die ersten DNA-Ergebnisse vor – und bringen eine spektakuläre dritte Möglichkeit ins Spiel.
In den vergangenen Wochen und Monaten wurden mehrere Schafe im Chiemgau und in den direkt angrenzenden Landesteilen Tirols gerissen. Auf Tiroler Seite wurden im Verlauf des Junis getötete Schafe in Walchsee und Kössen aufgefunden. Bei Traunstein wurden dann Ende Juni sechs getötete Tiere entdeckt. Von den Tieren wurden Proben entnommen, um via DNA-Analyse festzustellen, ob sie von Wölfen gerissen wurden. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass die Schafe durch streunende Hunde getötet wurden.
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Thüringen
Oberverwaltungsgericht: Ohrdrufer Wölfin darf weiterhin nicht geschossen werden
Die Abschussgenehmigung für die Wölfin im Ilm-Kreis bleibt ausgesetzt. Das hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar beschlossen.
Die Genehmigung zum Abschuss sei „höchstwahrscheinlich rechtswidrig“, weil sie ausschließlich Belange des Artenschutzes berücksichtige, so das Gericht.
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Schweiz
Gruppe Wolf zeigt auf – Schweizer Wölfe reißen kontinuierlich weniger Nutztiere
Der weit verbreitete Eindruck, dass Wölfe stets mehr Nutztiere reißen und der Herdenschutz immer schwieriger wird, täuscht. Pro Wolf werden heute deutlich weniger Nutztiere gerissen als noch in der Anfangsphase der Rückkehr der Tierart in die Schweiz.
Nur die Vermehrung der Wölfe sorgt dafür, dass die Zahlen der gerissenen Nutztiere nicht stark sinken. Die statistische Auswertung der Wolfs- und Risszahlen belegt die Wirksamkeit des Herdenschutzes.
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Gruppe Wolf Schweiz: «Kühe lassen sich von Wölfen kaum aus der Ruhe bringen»
Aus Sicht der Gruppe Wolf Schweiz werden Alpkühe für den Abstimmungskampf um die Revision des Jagdgesetzes instrumentalisiert. Verhaltensänderungen durch Wolfspräsenz seien bei Kühen nie nachgewiesen worden.
Dass «urplötzlich» von nervösem Rindvieh berichtet und Abstürze in Sömmerungsgebieten mit dem Wolf in Zusammenhang gebracht werden, ist für die Gruppe Wolf Schweiz eine bewusste Instrumentalisierung. Der Zweck derartiger Behauptungen sei es, Stimmen für die Revision des Jagdgesetzes zu gewinnen, über die am 27. September abgestimmt wird.
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Urlaubstipp: Wildpark Schorfheide
Pyrenäen-Berghunde verjagen Wölfe
Wildpark Schorfheide zeigt mit einem neuen Gehege, wie Viehherden geschützt werden können
Der dreieinhalbjährige Pyrenäen-Berghund Jupp vom Storchenturm läuft vorn im Gehege aufmerksam am Zaun auf und ab. Seine zweieinhalbjährige Schwester Luda hat sich hinten neben einem Rind niedergelassen. Dort grast auch ein Pony. So sind Herdenschutzhunde ausgebildet. Sie sollen sich verteilen, um das Vieh vor Wölfen zu beschützen. Nähert sich ein Rudel, würde sich Jupp aufbauen und drohend knurren, bis sich die Raubtiere verziehen. Er ist groß und kräftig, etwas größer als ein Wolf. Ein Wolf würde die Auseinandersetzung scheuen und sich lieber woanders Beute suchen.
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Weitere Informationen über die Möglichkeiten zum Schutz von Nutztieren gegen Wölfe finden Sie auf meinem Blog in der Rubrik „Wissen Wolf“

Sehenswert
Wildkatzen-Mutter verteidigt ihre Jungen gegen einen Wolf
Sensationelle Aufnahmen einer Wildkamera der Deutschen Wildtier Stiftung dokumentieren das zum ersten Mal
Aufs Äußerste erregt peitscht die Wildkatze mit ihrem aufgeplusterten Schwanz hin und her. Das Fell ist aufgestellt, die Ohren sind nach vorne gerichtet. Immer wieder macht sie drohend einen Buckel und faucht, während sie in der Nacht auf einem Baumstamm angespannt hin und her läuft. Sie hat Nachwuchs und im Hintergrund lauert ein überlegener Gegner: Es ist ein Wolf. Man sieht nur seine Augen.
„Die Aufnahmen unserer Wildkamera sind eine kleine Sensation“, sagt Malte Götz, Wildkatzenexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Die Bereitschaft einer Wildkatze sich für ihre Jungen sogar dem Wolf zu stellen, wurden zum ersten Mal dokumentiert.“

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