Wolf News: 40 tote Schafe in Sachsen – Update

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Schafe der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” bei Niesky in der Oberlausitz sind von Wölfen angegriffen worden. 40 Schafe und fünf Ziegen wurden dabei getötet.

Wie Wolfsmonitor berichtet, waren die Schafe offenbar mit einem 1,10 Meter hohen Flexinetz-Elektrozaun gesichert, obwohl der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) „empfohlene Schutz“ bei mindestens 1,20 Meter liegt.
Ein weiterer möglicher Grund für einen Angriff ist, dass die Tiere mitten im Kerngebiet eines Wolfsrudels geweidet wurden. Das ist m. E. eine „Einladung zum gedeckten Tisch“ zumal keine Herdenschutzhunde im Einsatz waren. Ein Vergleich: Setzen Sie ihre kleinen Kinder zum Spielen mitten auf eine belebte Großstadtkreuzung und hoffen Sie darauf, dass schon nichts passiert.

Ein solches „Surplus Killing“  ist tragisch und der Schäfer verständlicherweise wütend auf die Wölfe. Umso schlimmer, als wohl dieselbe Schafsherde vor einem Jahr schon einmal mit ähnlichen Folgen angegriffen wurde. Haben Wölfe erst einmal gelernt, wie leicht es ist, nicht ausreichend geschützte Nutztiere zu töten, werden sie es immer wieder tun.

Schafe im Wolfsgebiet zu weiden ist möglich, fordert aber verstärkte Schutzmaßnahmen beispielsweise neben einem ausreichen hohen Elektrozaun eine entsprechende Anzahl von Herdenschutzhunden. Gerade im Herbst kann es vermehrt zu Wolfsangriffen kommen.

Update

Lesen Sie den Kommentar von Ulrich Wotschikowsky zur Schafstötung:

Lehren aus dem Fall Dauban

 

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