Vorstoß von Ministerin Schulze: „Lex Wolf“ soll Abschuss erleichtern

Umweltministerin Schulze will das Naturschutzgesetz ändern lassen, um den Abschuss von Wölfen zu erleichtern. So soll ein Tier bereits geschossen werden dürfen, wenn es „ernste landwirtschaftliche Schäden“ verursacht.
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Auch wenn ich wütend bin auf so viel Dummheit und Populismus, so sehe ich keinen Grund für Panik. Die Wölfe stehen unter strengem europäischen Artenschutz. Dies wird sich auch nicht ändern, wenn das deutsche Naturschutzgesetz einen Abschuss erlauben sollte.

Übrigens ist genau das der Grund, warum alle Wolfsfreunde zur Europawahl gehen sollten. Denn europäische Gesetze schützen auch den deutschen Wolf!
Bin ich blauäugig? Nein. Ich bin Juristin und vertraue auf das Gesetz.

Schutz von Nutztieren sollte an erster Stelle stehen. Schnelle und großzügige Entschädigung der Schafhalter – sofern alle Schutzmaßnahmen erfolgt sind.

8 Antworten auf „Vorstoß von Ministerin Schulze: „Lex Wolf“ soll Abschuss erleichtern“

  1. Hallo

    Zum einen, Frau Radinger: wenn sie sogar Juristin sind/waren, müßten sie eigentlich wissen, wie unheimlich weit, Recht haben und Recht bekommen, auseinander liegen.
    Zum Anderen: der weise Spruch ist o.k. stimmt….. ist aber etwas für Optimisten und Gläubige. Wenn man Realist ist, wie ich, mein Lebenssinn/Kraft aus Erfahrungen schöpft, kommt man in Deutschland an die Grenzen.
    Herrn Görlach muß ich sagen, nein…..die wenigsten Menschen hinterfragen, differenzieren. Gerade wir Deutschen wissen, auf was für unsinnige Ideologie man aufspringen/reinfallen kann! Da kann man sich wissenschaftlich belesen, wie Ideologie und Psychologie korrelieren, es ist glasklar, wie die Masse der Menschen tickt.
    Ich sehe, völlig losgekoppelt vom Wolf, einen kompletten Werteverfall, eine Dogmatisierung, Polemik als Umgangsform in Deutschland heranwachsen.
    Auch auf Seiten von Wolfsbeführwortern wird maximal Schaden gemacht! Was sich in diesen s.g. W.Foren abspielt, ist eine Katastrophe. Hahnebüchen…..totale Verklärung und Verniedlichung.
    Ich selber bin schon viele Jahre Fan und habe für mich eigene Wege zu Erkenntnißen gefunden. Es ist extrem schwer, mit den Menschen sachlich über den Wolf zu reden, alle ziehen sich an den Negativsachen hoch, stürzen sich auf jede neue Meldung.
    Die negativste Partei bei diesem Zank sind die Medien. Sie schwimmen aus Profitgier und Dummheit auf jeder Welle mit, sie sind der rabenschwarze Katalysator in dieser Debatte! Schlimm!
    Ich schau mich hier bei mir in der Lausitz/Sachsen um und finde, es klappt ganz gut, mit unseren Wölfen! Bis auf ein paar Ausrutscher……..!
    Es wird nicht so bleiben, denke ich…..leider! Irgendwann wird der Schutzstatus gelockert, weil die Anzahl reicht und unsere 376.000 „gern auf Tiere-Schießer“ werden es schaffen. Endlich wieder ruhig auf der Kanzel sitzen und abdrücken, wenn so, ein wunderschönes Graufellchen im Fadenkreuz ist! Legal, Bitte…..das Fell soll man ja schließlich im Wohnzimmer auch sehen!
    Wie schaffen, dort einen Konsens finden, wenn Menschen Dogmatismus mit Konsens verwechseln?
    Ich weiß es nicht und meine Fantasien gleiten eigentlich nur in die böse Schiene ab, leider!

    Gruß Rudi Ratlos

  2. Gesetzesvorschlag meinerseits zum Thema:
    Lex „Schulze-Klöckner“
    Bitte diese beiden Damen per Eilantrag aus der deutschen Politik entnehmen!

  3. Das EU Gesetze nicht immer etwas bewirken sieht man am Beispiel Frankreichs oder Schweden.Daher muss man einfach versuchen eine Aufweichung und Vereinfachung zum schießen von Wölfen so lange es geht abzuwenden.

      1. Ihr Vertrauen auf das recht in allen Ehren Frau Radinger und bisher konnten sich Artenschützer ja auch auf die EU verlassen. Allerdings brach und bricht Deutschland immer wieder geltendes EU Recht und hatte dafür nie irgendwelche Konsequenzen zu befürchten. Beispielsweise bei der KFZ Steuer. Da geht es um sehr viel Geld. Das ist das eine. Das andere ist, dass Deutschland mit seiner Macht in der EU unpopuläre Dinge gern auch mal über die Bande spielt. So zu sagen. Also unbequeme Sachen, die man nicht in Berlin beschließen möchte oder kann, kommen dann doch. Aber eben aus Brüssel, wobei der Michel meint, die EU wär’s gewesen. Was letztlich leider auch viel Unmut bzgl. der EU mit sich brachte, obwohl es für die deutsche Wirtschaft hervorragend läuft. Wenn es Deutschland erst durchgesetzt hat (und das halte ich sehr wohl auch für reinen Populismus), liegt es dann nur noch am Druck der Lobbyisten bis Deutschland in der EU entsprechende Änderungen durchsetzt. Andere Staaten lauern ja schon drauf. Wie die Schweiz zum Beispiel, die zuletzt nich mit entsprechendem Antrag an der EU Kommission scheiterte. Aber das ist große Politik. Und auf die kann sich niemand verlassen. Dummerweise schafft sie das Recht. Ergo können wir uns auch nicht auf das Recht verlassen. Es mag dauern, aber Wolfsgegner sind sehr aktiv geworden. Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist, dass heutzutage vor allem Meinungen und einfache Bilder / Vorstellungen mehr zählen als Fakten und Wissenschaft. Sicherlich haben Sie auch die Anhörungen im Bundestag zum Wolf verfolgt. Was da teilweise von den Wolfsgegnern auf allerhöchsten Ebene und in den Medien von sich geben, ist haarsträubend. Und doch kommt es in der gesamten Breite an. Sie müssen das nur oft genug wiederholen – und die Medien spielen denen leider in die Hände – und der ganze Quatsch setzt sich nach und nach in den Köpfen fest. Dem gegenüber stehen eine Handvoll Menschen, die sachlich und unermüdlich belastbare Fakten in die Debatte tragen. Glücklicherweise ist die Masse der Menschen vernünftig genug um Informationen selektieren zu können. Das Bildungssystem tut jedoch sein Besets, dass das nicht so bleibt. Schwuppdiwupp hat man nicht nur Wolfsgegner die den Mund viel zu weit aufreißen, sondern auch Wolfsfreunde die einfach zu viel Blödsinn verbreiten. Wir sehen also, dass die Sache weit komplexer ist und dass es am Ende eben nicht reichen wird, sich auf Gesetze zu berufen. Ich persönlich finde, dass der Wolf DIE Chance mit sich bringt, die ganze Sache einmal viel freier zu betrachten und entsprechend ein fortschrittliches Gesamtbild zu propagieren. Eine Utopie, die letztlich aber notwendig ist wenn unsere eigene Art auch künftig eine Chance haben will. Seist Zeit, dass wir uns anpassen, nachdem wir als Art jahrtausendelang zwar sehr erfolgreich waren, inzwischen aber am Abgrund stehen. So in diesem Kontext…

  4. Guten Morgen liebe Frau Radinger,

    Danke für Ihre mutmachenden Worte zum europäischen Artenschutz und Änderung Naturschutzgesetz…..Diese zwei Zeilen zu lesen, tat eben gerade -nach all den Meldungen der letzten Stunden- richtig gut und macht doch wieder Mut opimistischer zu sein….
    Danke!
    Grüsse S. Neubarth

    1. Danke, Frau Neubarth.
      Wir können nur mit Mut und Optimismus dieses Chaos überstehen. Gerade lese ich einen Kalenderspruch:
      Um glücklich zu sein, muss man das Gute im Schlechten sehen und das Schlechte im Guten übersehen. (Hans Kruppa)
      In diesem Sinne …
      LG

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