Update Wolf News – aktuelle Meldungen zum Wolf

Gesellschaft zum Schutz der Wölfe zum Wolfsbeschluss von CDU und SPD: Herdenschutz ist Wolfsschutz – Wolfsabschuss ist kein Herdenschutz

In Zeiten, wo Politiker nahezu aller Parteien die Einheit Europas beschwören, beschließt die Bundesregierung eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, die in Teilen gegen Europäisches Recht verstößt.


Der §45a, Absatz 2 der beschlossenen Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes widerspricht den Regelungen der Richtlinien 92/43/EWG und 2009/147/EG und ist nicht akzeptabel, denn er eröffnet die Möglichkeit, dass künftig nach Rissen von Weidetieren ganze Wolfsrudel abgeschossen werden können.
Eine Einzelfallprüfung, um den Wolf zu identifizieren, der die Schäden verursacht hat, ist aber zwingend notwendig und nur dieses Tier darf nach klaren Kriterien zum Abschuss freigegeben werden.
Einfach auf Verdacht nach und nach das ganze ortsansässige Rudel abzuschießen, kann keine Lösung für ein nachhaltiges Wolfsmanagement sein. Besonders bedenklich ist, dass in der Begründung so ein Vorgehen schon zur Abwendung drohender ernster landwirtschaftlicher Schäden vorgesehen ist.

Die Gesetzesänderung geht am Ziel vorbei
In Deutschland leben Wölfe nicht in großen Rudeln, sondern in Familienverbänden, bestehend aus den Alttieren, einigen Jungwölfen und dem aktuellen Nachwuchs.
Erfahrungen aus den USA und auch aus Niedersachsen zeigen, dass die Entnahme einzelner Tiere, insbesondere der Elterntiere, nicht zur Reduzierung, sondern im Gegenteil oft zu einer Vermehrung der Übergriffe auf Nutztiere führt.
Oftmals werden die Nutztierschäden auch von durchziehenden Jungwölfen verursacht – das ortsansässige Rudel auszulöschen bringt da keinen Erfolg.

Die Gesetzesänderung setzt falsche Anreize
Die vereinfachte Entnahme einzelner Wölfe und Wolfsrudel sollte und darf nicht bei Tierhaltern den Eindruck entstehen lassen, dass Herdenschutzmaßnahmen überflüssig würden.
Wenn ein Habitat für Wölfe geeignet ist, hilft selbst ein Abschuss des gesamten Rudels nicht. Die nächsten Wölfe werden kommen und bei fehlenden Schutzmaßnahmen wieder genauso Schäden verursachen.
Die einzige Lösung besteht in der Anwendung von konsequentem Herdenschutz.
Das Gebot der Stunde wäre, umgehend Herdenschutzmaßnahmen bundesweit entsprechend zu fördern und flächendeckend umzusetzen.
Solange immer noch die von der EU mehrfach als möglich zugesagte, wirksame finanzielle, einheitlich und möglichst unbürokratisch gestaltete Unterstützung der Weidetierhalter durch das BMEL fehlt, wird die Neuerung nicht zur Lösung der Probleme im Herdenschutz führen und auch die Akzeptanz der Wölfe bei den Weidetierhaltern nicht verbessern. Im Gegenteil – den Weidetierhaltern wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.
Andere vorgesehene Änderungen des Naturschutzgesetzes sind ein Fütterungsverbot wilder Wölfe und ein Entnahmegebot für Hybriden. Diese sind sinnvoll und sollten umgesetzt werden.
(Quelle)

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Umstrittener Kabinettsbeschluss

Der gestrige Beschluss des Bundeskabinetts sieht u.a. vor, Wölfe künftig leichter abschießen zu können, sofern sie Nutztiere reißen. Die zuständigen Landesbehörden müssten dem allerdings vorher zustimmen. Ein Abschuss von Wölfen soll dem Beschluss nach künftig auch dann möglich sein, wenn nicht klar ist, welches Tier für einen Riss verantwortlich ist. Demzufolge können Wölfe in einer Region so lange geschossen werden, bis es keine Übergriffe mehr gibt – selbst wenn dafür ein ganzes Rudel getötet werden muss.
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Niedersachsen: Illegaler Wolfsabschuss

Im Landkreis Celle bei Hermannsburg ist am Montag ein Wolf von einem Unbekannten erschossen worden. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen, sagte Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen, am Dienstag. Das tote Tier sei von Fußgängern gefunden worden.
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Sachsen: Wolfsbegegnung: Wolf war Hund

Das Tier, das Anfang vergangener Woche einer Joggerin am Mönchswalder Berg bei Großpostwitz an die Beine gelaufen ist, ist kein Wolf gewesen. Zu diesem Ergebnis kommen Gutachter der Fachstelle Wolf im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Experten erklärten: Es sei ein Tschechoslowakischer Wolfshund gewesen, der die Frau erschreckt habe.
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Sachsen-Anhalt: Was treibt Gustav um?

„Gustav“ war am 08.12.2018 in der Oranienbaumer Heide gefangen und mit einem Halsbandsender versehen worden. Am 15.03.2019 hat sich der junge Rüde aufgemacht und auf eine zügige Wanderung Richtung Norden begeben. Drei Tage später durchquerte er morgens bei Aken die Elbe.
Lesen Sie den Bericht von Ulrich Wotschikowsky über die faszinierende Reise von Gustav hier …

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Italien: Südtirol im Wolfsfieber

Nirgends in Europa geht es so rund in der Wolfspolitik wie in Südtirol. Zur Zeit sind es gerade mal etwa zehn Tiere, aber das wird nicht so bleiben. Die Volksseele kocht jetzt schon über. Die Medien sind voll von den Ansichten wichtigtuerischer Wolfsexperten, in Wirtshäusern wie in Amtsstuben hat Isegrim die Meinungshoheit. Es geht drunter und drüber.
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