Rezension: Joki und die Wölfe

Joki und die Wölfe
Grit Poppe
Jugendbuch, Alter 10 – 12 Jahre
Peter Hammer Verlag, 2018
256 Seiten
ISBN 978-3779505884
14,00 €

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Inhalt
Ein Wolf trabt durch die märkische Landschaft. Er hat Beute für seine Familie gemacht, der Nachwuchs braucht jetzt schon Fleisch und drängt aus der Höhle. Nur Schwarzohr, der kleinste Welpe, wirkt noch schwach und die Mutter spürt, dass er sie mehr braucht als die kräftigeren Geschwister. Eines Tages geht Schwarzohr bei einem Ausflug“ verloren. Das Wolfskind ist plötzlich allein in einer unbekannten Welt.
Joki sollte eigentlich Umzugskisten auspacken, stattdessen treibt er sich lieber im Wald herum. Schon bei seinem ersten Streifzug macht er eine Entdeckung: Ein Wolf lebt im Wald! Der Junge beobachtet erst ihn und bald darauf das ganze Rudel. Auch die Wölfe nehmen Joki wahr, doch spüren sie, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Aber als Joki auf den Welpen trifft, der sich verlaufen hat, nimmt er ihn mit und lockt damit das Rudel in die gefährliche Nähe der Menschen. Joki begreift, was er angerichtet hat, und will seinen Fehler wiedergutmachen. Zusammen mit dem Wolfsjungen begibt er sich auf die Suche nach dem Rudel …
Mit Anmerkungen zum Thema Wolf.

Rezension
Das Buch „Joki und die Wölfe“ von Grit Poppe hat mir sehr gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass die Handlung trotz der spannenden Geschichte sehr realistisch blieb. Das fiel mir besonders bei den Textstellen auf, in welchen die Instinkte der Wölfe, sowie die Skepsis seitens Mensch und Tier verdeutlicht wurde. Auch finde ich gut, dass man immer wieder darauf hingewiesen wird, dass der Wolf trotz allem ein Wildtier ist, wenn kein böses.
Das Buch beinhaltet nicht nur eine tolle Geschichte, man lernt auch etwas über Wölfe, sowie über ihr Verhalten und ihre Instinkte. Besonders am Anfang des Buches werden auch Einblicke in das Leben eines Wolfsrudels gegeben. Es ist interessant zu lesen, wie sich die Rudelmitglieder um ein verlorenes Junges sorgen. Ich finde es außerdem gut, dass in dem Buch auch „erklärt“ wird, wie es zu Angriffen auf Kuh- oder Schafsherden kommt und dass die Wölfe diese eben nur als leichte Beute sehen. Zudem wird mit diesem Buch auch die Angst mancher Menschen gelindert, weil auch das scheue Verhalten der Wölfe gegenüber Menschen aufgegriffen wird.
Die am Ende von „Joki und die Wölfe“ beantworteten Fragen und Fakten sind perfekt, um den durchs Lesen entstandenen Wissensdurst in Bezug auf Wölfe und ihr Leben zu stillen. Unabhängig von der Geschichte habe ich in diesen Seiten noch eine Menge neuer Infos bekommen. Besonders da es Fragen sind, die ich mir während des Lesens schon selbst gestellt hatte. Zum Beispiel wie die Wölfe ihre Umgebung wahrnehmen.
Insgesamt fand ich das wölfische Thema dieses Buches super und finde außerdem, dass es sehr gut und spannend umgesetzt wurde. Ich würde jederzeit gerne wieder ein Buch zu diesem Thema lesen. (Maya Greilich, 16)