Rezension: Ein Hund unterm Weihnachtsbaum

Ein Hund unterm Weihnachtsbaum
Greg Kincaid
Goldmann Verlag, 2018
320 Seiten
ISBN 978-3442314980
12,99 €

Bei Amazon bestellen

Autorenfreundlich bestellen

Der Autor
Greg Kincaid arbeitet im Hauptberuf als Rechtsanwalt. Der fünffache Vater lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Hunden auf einer Farm in Kansas und engagiert sich bei verschiedenen sozialen Projekten und in der Tierhilfe. »Ein Hund unterm Weihnachtsbaum« ist bereits der vierte Roman über die Familie McCray und ihre Hunde.

Inhalt
Crossing Trails, Kansas, kurz vor Weihnachten: Bei Mary Ann McCray will einfach keine besinnliche Stimmung aufkommen. Als erster weiblicher Weihnachtsmann hat sie in der traditionsbewussten Gemeinde völlig unbeabsichtigt einen regelrechten Skandal ausgelöst. Dann muss sie ausgerechnet jetzt erfahren, dass die netten Nachbarn sich scheiden lassen. Und zu guter Letzt bekommt auch noch Mary Anns Sohn Todd Ärger mit seiner Freundin. Doch Rettung naht: Auftritt Noelle, eine überaus quirlige Mischlingshündin, die sich zwar jeder Erziehung verweigert, aber für extrem gute Laune sorgt. Und die ihre ganz eigene Vorstellung von einem gelungenen Weihnachtsfest hat …

Rezension
„Ein Hund unterm Weihnachtsbaum“ ist das zweite Buch, das der McCray Familie, ihrem Leben und ihren Hunden folgt, die in Kincaids Buch „Ein Hund zu Weihnachten“ vorgestellt wurden. Es kann jedoch unabhängig gelesen werden. Ich kannte den ersten Band nicht und war nicht mit den Figuren vertraut. Aber der Autor bietet genügend Hintergrundinformationen. Die Geschichte dreht sich allerdings weniger um den „Hund unterm Weihnachtsbaum“, sondern hauptsächlich um die McCray-Familie und ihre Nachbarn, die Robinsons und ihre Probleme.

Wie die meisten Weihnachtsromane trägt auch dieses Buch die Botschaft von Familie und Liebe in die Welt, wenngleich sich die einzelnen Personen damit anfangs schwer tun.
Das Buch enthält mehrere Handlungsstränge.
Zunächst die Geschichte von Elle, einer Mischung aus Retriever und Dackel, die Todd kurz nach der Geburt gerettet hat, und die er vergeblich versucht, zu einem Diensthund auszubilden. Elle ist temperamentvoll, liebevoll und hat ihren eigenen Kopf. Ich gestehe, dass ich Probleme hatte, im Prolog von der Brutalität des Hundevermehrers zu lesen. Auch war ich anfangs irritiert, weil sich Elles Name im Lauf der Geschichte immer wieder ändert – zu Noelle. Das Wortspiel erschließt sich aus dem Englischen, denn der kleine Hund mit dem vielen Unsinn im Kopf muss sich die ganze Zeit anhören „No Elle“, was im Englischen „Noelle“, also Weihnachten bedeutet.
Die zweite Geschichte handelt von Todd und Laura. Todd, der eine Entwicklungsstörung hat, wird mit Unterstützung seiner Mutter Mary-Ann ein anerkannter Hundetrainer. Ohne das Wissen seiner Mutter zieht er mit seiner Freundin Laura zusammen.
Im nächsten Handlungsstrang geht es um Mary Ann, die sich mangels eines männlichen Weihnachtsmannes im Ort als erste Weihnachtsfrau zur Verfügung stellt und damit einige Verwirrung auslöst.
Und schließlich ist da noch die Geschichte von Abbey und Link. Pünktlich zum Fest der Liebe lassen sie sich scheiden. Link ist arbeitslos und Alkoholiker.
Wie gehen alle diese Menschen mit ihrer Situation um? Das löst der Autor geschickt auf – mithilfe der Hündin Noelle, die am Ende die Geschichte zusammenbringt.

Es passiert sehr viel in diesem Buch – für meinen Geschmack packt Kincaid zu viele Handlungsstränge und Charaktere hinein. Man verliert leicht den Überblick. Der Stoff hätte für ein weiteres Buch gereicht.

In „Ein Hund unterm Weihnachtsbaum“ finden wir alles, was zu Weihnachten gehört: Traditionen, Gefühle, Feiern und kuschelige Hundeliebe. Man kommt bei der Lektüre zwangsläufig in Weihnachtsstimmung. Ein schönes Buch für Weihnachtsfreaks und Hundefreunde.

Ein Hund unterm Weihnachtsbaum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*