Rezension: Bienen und Menschen

Bienen

Bienen und Menschen
Eine Freundschaft
Olaf Nils Dube
Insel Verlag, 2018
159 Seiten
ISBN 978-3458177777
18,00 €

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Inhalt
Was tun, wenn man vom einfachen Leben träumt, während einen die Last des Karrieremachens beinahe erdrückt? In der falschen Version der eigenen Existenz zu stecken; dieses Gefühl verfolgte Olaf Nils Dube jahrelang. Als er Mitte Dreißig wurde, nahm er seinen Mut zusammen, schmiss seinen verantwortungsvollen Posten hin und zog von der Etagenwohnung im Prenzlauer Berg in einen Zirkuswagen.
Er begann mit der Imkerei; wie heutzutage übrigens immer mehr jüngere Leute. Damals bekam er von allen Seiten zu hören: „Davon kann man doch nicht leben!“ Doch genau das gelang Dube, mithilfe seiner Bienen. Denn die sind, nach zehn Millionen Jahren Evolutionsgeschichte, schließlich ebenfalls echte Überlebenskünstler! In seinem Buch erzählt Dube, was er von ihnen lernen konnte, worauf es beim Imkern ankommt, was es mit dem Bienensterben auf sich hat und warum Bienenstöcke wahre Schatztruhen sind. Vor allem aber beschreibt er die berührende Geschichte unserer jahrtausendealten Freundschaft zu einer Art, die uns Menschen noch nie brauchte, während wir ohne sie zugrunde gehen würden.

Rezension
„Bienen und Menschen“ ist die Geschichte einer Freundschaft. Einer Freundschaft zwischen Bienen und Menschen allgemein und zwischen dem Autor und „seinen“ Bienen im Besonderen.
Wenn Dube von seinem Ausstieg aus dem Job und seiner Hinwendung zu den gestreiften Insekten erzählt, weckt er damit sicher manche Sehnsucht. Ich kann es aus vollem Herzen nachempfinden.
In diesem Buch geht es um Bienen und um die Arbeit von Bio-Imkereien, vor allem aber geht es um die faszinierende Welt der Bienen. Die Beschreibung der Grundlagen der Bio-Imkerei ist faszinieren und erschreckend zugleich. Wussten Sie, dass bei der konventionellen Imkerei den Königinngen zur Schwarmverhinderung die Flügel beschnitten werden?
Der Autor liebt seine gestreiften, pelzigen Freunde und will, dass es ihnen gut geht. Das spürt man auf jeder Seite des Buches. Er gibt sogar Ratschläge, was man tun kann, wenn man gestochen wird. Wenn es Sie erwischt hat, lesen Sie am besten gleich das Kapitel „Gestochen. Und jetzt?“ (S. 114 ff.)
In einem anderen Kapitel erfahren wir auch, wie und was man mit Bienen und ihren Produkten heilen kann.
Für mich das wichtigste und schönste Kapitel ist: „Was Bienen aus dir machen.“
Ich habe in diesem Buch sehr viel gelernt. Über Bienen und ihre artgerechte Haltung . Über die verschiedenen Sorten des Honigs – gute und nicht so gute. Auch über Demeter-Höfe und für was sie stehen. Das Buch hat mein Einkaufsverhalten geändert und das nicht nur, was den Honig betrifft.
Duwe ist ein ausgezeichneter Lehrer, und das gänzlich ohne erhobenen Zeigefinger.
„Bienen und Menschen“ ist im Getümmel der vielen Bienen-Bücher wohltuend unaufgeregt, in einfacher, verständlicher und gleichzeitig poetischer Sprache geschrieben. Hierzu passen auch die kleinen Illustrationen von Isabel Pin.
„Bienen und Menschen“ ist ein stilles, philosophisches und sehr lehrreiches Buch, das gerade in seiner Bescheidenheit den Leser glücklich macht. Danke für dieses wunderschöne Erlebnis.