Jetzt auch Niedersachsen: Wolf zum Abschuss freigegeben

In Niedersachsen darf zum zweiten Mal ein Wolf offiziell abgeschossen werden. Der Rüde GW717m soll getötet werden, weil er der Weidewirtschaft schadet.

Der niedersächsische Umweltminister hat eine entsprechende Ausnahmegenehmigung unterschrieben – und zwar schon am 23.1. Dies wurde erst jetzt bekannt. Das Ministerium wollte die Vorbereitungen zum Abschuss geheim halten. Sollte der Wolf am Ende auch erschossen werden, wird auch das erst später bekannt gegeben.

Geheimhaltung ist also angesagt, damit der Wähler und Steuerzahler bloß nicht zu viele unangenehme Fragen stellt …

Zur Abschussgenehmigung in Niedersachsen

Offener Brief an Olaf Lies: Wolfsberater beklagen Intransparenz der Genehmigung zum Abschuss eines Wolfs

Mehr als ein Dutzend Wolfsberater aus Niedersachsen haben sich nun anlässlich der Abschussgenehmigung für Wolf „GW717m“ an Umweltminister Olaf Lies gewandt. Sie beklagen die Intransparenz der Genehmigungsgründe und formulierten deshalb gezielt einige offene Fragen an den Minister (der Brief im Wortlaut):

„Sehr geehrter Herr Minister Lies,

Sie haben am 23. Januar 2019 der Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden „GW717m“ zugestimmt, dies ist jetzt öffentlich geworden.

Ein Abschuss kann nach BNatSchG. § 45 als Ausnahme vom strengen Schutz des Wolfes nur als letzte Maßnahme nach Ausschöpfung aller milderen Mittel und Nutzung aller Alternativen in Frage kommen.

Im aktuellen Niedersächsischen Wolfskonzept steht auf Seite 26:
„Hat ein Wolf gelernt die empfohlenen Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Nutztieren zu überwinden, sind zumutbare Maßnahmen zur Verbesserung des Herdenschutzes erforderlich.“
Seite 27: „Die Entnahme von Wölfen ist immer das letzte Mittel der Wahl und nur vorzunehmen, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft wurden.“

Wann und wo sind welche verbesserten, technischen Schutzmethoden zum Einsatz gekommen?

Weiter ist im Nieders. Wolfskonzept zu lesen: „…jede einzelne Situation muss von Fachleuten beurteilt werden“ (S.27)

Mit welcher Begründung haben Sie weder den AK Wolf noch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hinzugezogen?

Wie sieht die fachliche Beurteilung der Mitarbeiter des Wolfsbüros aus?

Darüber hinaus würde uns interessieren, wie oft der Rüde „GW717m“ tatsächlich als alleiniger Verursacher der Risse per DNA nachgewiesen wurde. Die Übersicht der Nutztierschäden des NLWKN weist in den allermeisten Fällen den Status „in Bearbeitung“ auf.
Bei Übergriffen auf Schafe war in den überwiegenden Fällen kein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden. Bei den Rindern sei kein Mindestschutz notwendig.

Sie argumentieren, dass die Rinder ausreichend geschützt waren.
Wie genau definieren Sie den ausreichenden Schutz? Wie waren die Rinder konkret geschützt?

Wie erklären Sie, dass in Einzelfällen auch Rinder- und Pferdehalter Präventionsmaßnahmen gefördert bekommen, Sie auf der anderen Seite aber sagen, dass gar kein Schutz notwendig ist?

Im Jahre 2017 wurden durch die DBBW die vermehrten Übergriffe auf Rinder im Landkreis Cuxhaven untersucht und besachkundet. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass das Reißen von Rindern kein derart grundsätzlich auffälliges Verhalten darstellt, welches eine behördliche Abschussgenehmigung legitimieren würde.

Laut Tierschutz-Nutztierhalterverordnung sind Nutztierhalter verpflichtet, ihre Tiere gegen Raubtiere zu schützen. Welche Schritte haben Sie unternommen, dass die Nutztierhalter dieser Verantwortung nachkommen?

Es heißt: Die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Rüden sei zur Abwendung von Schäden in der Weidewirtschaft erforderlich.
Wie können Sie die im Gesetz geforderten erheblichen Schäden nachweisen?

Wie hoch ist der Schaden, wie wurde er bemessen? In welcher Höhe wurden oder werden Billigkeitsleistungen an die Nutztierhalter gezahlt?

Ferner ist nicht auszuschließen, dass bereits eine Verpaarung des Rüden mit der Fähe stattgefunden hat. Im Falle der Tötung des Rüden wäre die Konsequenz, dass die Fähe die neue Generation Welpen allein aufziehen müsste.

Ebenfalls am Beispiel Landkreis Cuxhaven, konnte in der Vergangenheit ein massiver Anstieg der Nutztierrisse nach einem illegalen Abschuss eines Elterntieres beobachtet werden.
Wie hoch ist die Gefahr, dass durch eine zerstörte Rudelstruktur die Nutztierschäden ansteigen?

Sie sagen, dass der Wolfsrüde „GW 717m“ optisch von anderen Wolfsindividuen unterschieden werden kann. Welche optischen Merkmale zeichnen den Rüden aus, dass er zweifelsfrei erkannt werden kann?

Als Wolfsberater stehen wir in unmittelbarem Austausch mit der Bevölkerung, mit den Nutztierhaltern. Um Fragen zum Thema sachgerecht beantworten zu können, ist es zwingend notwendig, dass von Ihnen die Faktenlage öffentlich, transparent dargelegt wird.“

Mit freundlichem Gruß

  • Ulrike Kressel, Wolfsberaterin Landkreis Lüneburg
  • Uwe Martens, Wolfsberater Landkreis Lüneburg
  • Siegfried Kenner, Wolfsberater Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Helge John, Wolfsberater Landkreis Celle
  • Silas Neuman, Wolfsberater Landkreis Cuxhaven
  • Katja Hildebrandt-Mertins, Wolfsberaterin, Landkreis Uelzen
  • Volker Einhorn, Wolfsberater Landkreise Heidekreis, Uelzen, Lüchow-Dannenberg und Lüneburg
  • Karsten Dörfer, Wolfsberater Landkreise Holzminden und Northeim
  • Bärbel Pott-Dörfer, Wolfsberaterin Landkreise Holzminden und Northeim
  • Matthias Vogelsang, Wolfsberater Landkreis Hameln-Pyrmont
  • Michaela Molzahn, Wolfsberaterin, Landkreis Wesermarsch
  • Marcus Säfken, Wolfsberater Wesermarsch
  • Theo Grüntjens, Wolfsberater Landkreis Uelzen
  • Stefanie Bergmann, Wolfsberaterin Landkreis Leer

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27 Antworten auf „Jetzt auch Niedersachsen: Wolf zum Abschuss freigegeben“

  1. Ich finde es Super das sich einige für den Wolf aussprechen und für ihn Kämpfen. Ich kann mich den offenen Brief an Herrn Minister Lies auch nur anschließen

  2. Wie mittlerweile durch aktive Wolfsschützer bekannt wurde, wiesen die sogen. wolfssicheren Zäune erhebliche Löcher und Lücken auf, teilw. ohne Strom. Es besteht der Verdacht, dass hier gezielt manipuliert wird und der
    Wolf in den Pferch gelockt werden soll, um einen Grund für den Abschuss zu haben. Es tun sich Abgründe auf seitens der Lobbyisten von Jägern, Nutztierhaltern und sowieso den Politikern.
    Frage: Ich habe gehört, dass inzwischen von einem Verband Klage bzw. einstw. Verfügung gegen den Abschuss eingereicht wurde.
    Von wem und wann ??

      1. Tausend Dank an alle Beteiligten, die sich für den Schutz dieser wundervollen Tiere einsetzen und sich aktiv gegen diese meiner Meinung nach furchtbare Lobbyarbeit einsetzen.

  3. Mit dem Abschuss des Leitwolfes tut der Minister den Weidetierhaltern keinen Gefallen. Ich habe mal die Riss-Statistik für Niedersachsen für das Cux-Rudel ausgewertet. Im Herbst 2016 wurde die Alfa-Wölfin illegal erschossen, der Rüde ist verschwunden vielleicht auch erschossen und tief vergraben wie einige Jäger sagen. . Im Jahr 2016 gab es 11 Angriffe auf Nutztiere. Durch den Abschuss der Wölfin, konnten die Jungtiere nicht lernen ihre natürliche Beute Reh, Hirsch und Wildschwein zu erlegen. Was dazu führte, dass es im Jahr 2017 insgesamt 35 Angriffe auf Nutztiere gab. Im Jahr 2018 gingen die Nutz-Tier-Risse wieder auf 11 Angriffe zurück. Da kein Beutegreifer in den nächsten Supermarkt gehen kann, muss er töten um nicht zu verhungern. Die Managementpläne sind nach Meiner Meinung fehlerhaft. Einen Zaun mit der Höhe von 1,20 m übersprang mein Schäferhund ohne Probleme. Ab 1,30 konnte der nicht mehr springen, da musste er klettern. Das Wölfe klettern und springen ist nicht erwiesen. Der zweite große Fehler den ich sehe ist, das gesagt wird für Pferde und Rinder braucht es keinen Mindestschutz. Dabei wird weder zwischen den Rassen unterschieden und auch nicht, ob es sich um ein erwachsenes Tier oder Jungtier handelt. Alle Beutegreifer haben es auf die unerfahrenen Jungtiere abgesehen deshalb sind Tiere bis zum Alter von zwei Jahren (Pferde/Rinder) gefährdet und müssen auch geschützt werden. Dazu kommt noch, das einige Kuh-Rassen keine Hörner mehr tragen, die hat man weggezüchtet oder weggebrand. Nun stellt man so eine entwaffnete Kuh mit ihrem Kalb auf die Wiede und erwartet, dass sie ihr Kalb beschützen kann. Weiterhin wurde nicht beachtet, das Kühe die auf Milchleistung gezüchtet wurden so große Euter haben, das die sich nicht schnell bewegen können, was sie aber müssen um Wölfe abwehren zu können. Ich finde es sehr ungerecht, das Menschen jede Menge Fehler machen und ein Tier, was nur seinen Vorteil nutzt dafür sterben soll. Bestimmt ist die Wölfin tragend, da sie während der Welpenaufzucht auf die Ernährung durch den Rüden angewiesen ist, werden die Jungen mit Sicherheit verhungern. So kann man auch ganze Rudel ausrotten.

  4. Dem offenen Brief der versammelten Wolfsberater würde auch ich mich gerne anschließen – dem ist Nichts hinzuzufügen ausser einem unüberhörbaren öffentlichen Protest!
    Unfassbar mit welch einer hoheitlichen Willkür hier agiert wird. Dass die Politikerriege offensichtlich entweder einen solchen öffentlichen Aufschrei befürchtet oder aber im besten Falle auch kein ganz reines Gewisssen hat, beweist die Geheimhaltung des Vorgangs.
    Wenn schon eine solche „Lapalie“ wie der Abschuss eines Individuums geheimgehalten wird, kann man davon ausgehen, dass solch eine Vorgangsweise auch in anderen politischen Bereichen üblich ist. – Armes Deutschland!

  5. Lobbyarbeit
    Ich denke, dass die Lobbyisten heute zum großen Teil die Politik bestimmen. Und die Jägerlobby soll ja sehr stark sein; ebenso die Auto- oder Agrarlobby. Wo sind die Politiker, die genug Rückgrat haben, sich dem zu widersetzen? In Niedersachsen scheinbar nicht.

  6. Es zeigt sich doch immer wieder, die Politiker meinen das die Gesetze die sie selber erlassen nicht für sie gelten und daher auch nicht beachten. Beispiele dazu gibt es mehr als genug, und das in allen Bereichen. Und da ihr fehlverhalten auch keine Konsequenzen nach sich ziehen, machen Sie fröhlich weiter. Wo bleiben nun und in den fällen zuvor die Klagen der Umweltverbände die sonst bei jeder Gelegenheit Öffentlich wirksam vor Gericht ziehen. Allen voran die Deutsche Umweltstiftung die sonst so Klage freundlich ist, ein Schelm der denkt das da die Angst vorherrscht, man könnte sich da die Finger verbrennen.
    Ein schönes Beispiel war doch, wie ein Vorfall am Zaun zu einem Wolfsangriff hoch gepuscht wurde. Was haben die Herren und Damen der Politik und Presse da nicht alles zum Besten gegeben. Und nachdem fest stand, das war gar nicht der böse Wolf, hat man von ihnen auch nichts mehr gehört. Ist ja klar wenn man sich ruhig verhält gerät das gesagte auch schnell in Vergessenheit und man erspart sich damit auch peinliche Erklärungsversuche.
    Das Grundproblem ist meiner Meinung nach auch nicht das Raubtier sondern mal wieder der Mensch. Die Politik hat es versäumt den Nutztierhaltern klar zu machen dass sich ihre Haltungsmethoden mit dem Einzug eben dieser verändern muss. Und die Nutztierhalter sind nicht bereit sich darauf einzustellen, man musste sich seit vielen Jahrzehnten nicht mehr mit Raubtieren auseinander setzen. Außer die Geflügelhalter, die hatten und haben ja immer mit den Räubern zu tun (vom Fuchs bis zu den Raubvögeln). Wieso schreit da eigentlich keiner auf, und bläst zum Vernichtungsfeldzug. Und nicht zuletzt wir Verbraucher, solange wir nicht bereit sind einen vernünftigen Preis für Fleisch und Milch zu zahlen. Damit die Schutzmaßnahmen auch für die Halter finanzierbar sind, kann und wird sich da nichts ändern. Es kann ja auch nicht sein das die Allgemeinheit (Steuerzahler) alleine dafür aufkommt.
    Und zuletzt noch eine Frage, wie viele Nutztiere kommen im Jahr durch Falsche und Rechtswidrige Haltung ums Leben oder zu Schaden? Und wie viele holt sich nachweisbar der Wolf?

  7. Heimlichtuerei bringt uns alle nicht weiter. Und europäisches Recht darf nicht von einzelnen Politikern ignoriert werden. Der Wolf ist eine sehr streng geschütze Tierart und es sollten alle im Wolfmanagement aufgeführten Möglichkeiten geprüft werden, bevor es zu einer Entnahme eines angeblichen „Problemwolfes“ kommt.
    Ich kann mich nur dem öffentlichen und sehr sachlichen Brief anschließen und den Minister auffordern, auf alle Fragen eine öffentliche Antwort zu geben. Dann bin ich mir sicher, dass sich der Schießbefehl erübrigen wird.
    Ein großes Dankeschön an die unterzeichnenden Wolfsberater.

  8. Diesem offenen Brief an Herrn Ministers Lies unterschreib ich mit liebe, obwohl ich keine Wolfexperte bin. Ich bin Liebhaber von ein Natur wo der Mensch nicht immer eingreifen muss. Heimlichtuerei ist ein benehmen der man nie machen soll.

  9. Sehr guter Brief!
    Transparenz statt Heimlichtuerei.
    Und könnte man diesen unerträglichen Euphemismus „Entnahme“ mal bitte abschaffen und durch das ersetzen, was es ist: Eine Tötung?!
    Wer Tötung meint, soll es bitte auch aussprechen und sich nicht hinter sprachlichen Feigenblättern verstecken!

  10. Der Wolf gilt als streng geschützte Tierart. Diese Tierart ist sowohl durch das Washingtoner Artenschutzabkommen als auch über die Berner Konvention streng geschützt. Diese Abkommen wurden auch von Deutschland ratifiziert und sind somit auch für den niedersächsischen Umweltminister verbindlich. Olaf Lies darf diese strengen Schutzbestimmungen nicht nach eigenem Ermessen unterlaufen! Hier erwarte ich von den klageberechtigten, großen, deutschen Naturschutzverbänden eine klare Stellungnahme und ein glasklares, juristisches Vorgehen, das den SPD-Minister in seine rechtlichen Schranken zurückverweist.

    Übrigens gilt der Wolf nicht nur nach deutschem Recht, sondern zugleich auch nach dem übergeordnetem EU-Recht als besonders streng geschützte Tierart (Anhang IV der FFH-RL). Dieser extrem hoch angesiedelte, bundesdeutsche UND europäische Schutzstatus darf nicht von dem Umweltminister eines einzelnen Bundeslandes ignoriert und unterlaufen werden! Eine solch willkürliche „Trumpisierung“ sollte von den großen Naturschutzverbänden schnellsten juristisch gestoppt werden, bevor wir auch bei uns amerikanische Verhältnisse bekommen und Naturschutzvereinbarungen plötzlich keine Bedeutung mehr haben!

      1. Hallo Frau Futterschneider,
        da muss ich Sie enttäuschen. Der Umweltminister, Herr Albrecht, der den Abschuss des Schleswig-Holsteinischen Wolfes genehmigt hat, ist von den Grünen. Und der Umweltminister Wenzel der in 2016 den Abschuss des niedersächsischen Wolfes „Kurti“ befohlen hat ist ebenfalls „Grüner“. Was nun, Frau Futterschneider?!

        Gruß

        E. Liedl

  11. Das übelste raubtier ist der mensch. Er entscheidet gottgleich wer leben darf und wer nicht. Wie man weiß, bisweilen auch bei seinen eigenen artgenossen.
    Wer schützt uns vor jenen, die sich anmaßen darüber zu richten wer leben darf und wer nicht?
    Mein dank an alle, die sich für die unter dem menschen leidende kreatur einsetzen!

  12. Auch möchte mich dem anschließen. Danke für Ihren Einsatz zum Schutz der Wölfe. Ich habe nur ein wenig Angst das der Herr Minister Lies das, ganz nach Politikernanier einfach aussitzt. Deshalb meine Bitte an dieser Stelle. Drängen Sie auf die Antworten und vor allem auch auf die geforderten Nachweise.

  13. Ich habe da ein Problem: Welche Partei kann man in Zukunft als Freund des Wolfes denn noch wählen?! Die SPD (Lies) erteilt Schießbefehl gegen den Wolf, die Grünen erteilen Schießbefehle gegen den Wolf (Albrecht, Wenzel), die CDU macht Front gegen den Wolf (u. a. Klöckner und div. andere), AFD würde für mich nicht einmal in Frage kommen, wenn Sie wolfsfreundlich wäre, ist aber auch nicht zu erwarten, weil die gegen „alles Fremde“ sind und die restlichen Parteien sind mir auch nicht gerade sympathisch

    1. Auch nicht alle „Grüne“ sind „Wunderwutzis“ und der Eine
      oder Andere ist mit dem Thema Wolf sicher überfordert.
      Jede Fehlentscheidung ist schrecklich.
      Langfristig gesehen sind sie meiner Meinung trotzdem die einzig
      wählbare Partei, wenn wir von der Erde noch ein bisschen was
      retten wollen. Die bevorstehende EU – Wahl wäre eine Chance
      dafür!!!!

  14. Meist kommen solche Entscheidungen durch fehlendem Sachverstand, Inkompetenz und Überforderung mit der Situation zustande. Sollte es tatsächlich dazu kommen – ein Armutszeugnis für den Entscheidungsträger – Es muss doch endlich einmal jemand genug Rückgrat beweisen, auch für die Wölfe zu den bestehenden Gesetzen und Bestimmungen zu stehen und diese zu befolgen.

  15. Das Problem ist leider vielschichtig. Faktisch dürfen einzelne Wolfsabschüsse (auf die Höhe der Nutztierschäden, aber auch auf den Zustand der Population) kaum merkliche Einflüsse haben.
    Rechtlich können die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen kaum erreichbar sein, in der Nutztierhaltung sind jährliche Verluste von 10% und mehr ganz normal. Der zusätzliche Verlust durch Wölfe liegt im Promillebereich. Die Berufsschäfer haben eigentlich ganz andere Sorgen und haben sich im Wolf den falschen Feind rausgesucht. Jäger wollen keine Konkurrenz im Revier. Die Politik steht vor dem Problem, dass die irrationale Berichterstattung sie zu Scheinhandlungen zwingt. Die Medien sind an der Panikmache beteiligt und profitieren von ihr.
    Sachargumente zählen nicht. Und meine Verallgemeinerungen sind nicht wörtlich gemeint, überall gibt es auch Ausnahmen.

  16. Ich bin einfach nur entsetzt! Beschämend für den Minister, dass er aus Angst vor der öffentlichen Diskussion und den zu erwartenden Protesten, nicht den Mut aufgebracht hat, den erteilten Schießbefehl öffentlich zu machen und statt dessen den Vorgang klamm heimlich über die Bühne bringen wollte. Wie ich schon einmal geschrieben habe:
    Minister Lies ist als oberster Tierschützer des Landes Niedersachsen überfordert mit dem Thema „Wolf“ und sollte schnellstens zurücktreten oder wenigstens das Ressort „Naturschutz“ abgeben.
    Die schlimmste Bestie ist der Mensch (global oder personenbezogen), der sich anmaßt zu glauben, dafür bestimmt zu sein, Gott gleich darüber zu entscheiden, welche Kreatur ein Recht hat, in Gottes Welt zu leben und welche nicht.
    Minister Lies, seien Sie keine Bestie! Nehmen Sie den Schießbefehl zurück!

  17. Diesem offenen Brief an Herrn Minister Lies kann ich mich auch als Nicht-Wolfexperte uneingeschränkt anschließen. Bei Heimlichtuerei gibt es immer etwas Unangebrachtes zu verbergen.

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