Die Situation des Iberischen Wolfes in Spanien

Spanien Wolf
Typische Kennzeichen für den Iberischen Wolf (Canis Lupus Signatus) sind die helle Markierung um die Schnauze und die dunklen Streifen an den Vorderbeinen. (Foto: Juan José González Vega)

Caroline Waggershauser lebt seit 30 Jahren in Spanien. Sie engagiert sich für den Tierschutz und insbesondere für den Schutz des Iberischen Wolfes. Dass der Tierschutz in Spanien teilweise gar nicht existent ist, weiß man nicht erst seit es Stierkämpfe gibt und tausende Galgos gequält und getötet werden. Dagegen ist noch relativ wenig bekannt, welches Leid auch Wölfen (Bären und Luchsen) angetan wird: Bauch- und Wirbelsäulenschüsse, Giftköder oder Schlingfallen.

Die Spanier selbst nennen ihr Land – zumindest die Iberische Hochebene und den Süden – das „schwarze und grausame Spanien“.
Die Autorin in einer persönlichen E-Mail: „Dort geht es teilweise noch zu wie im Mittelalter. Tiere sind keine fühlenden Lebewesen für die Menschen. Zwar gibt es Tierschutzgesetze, die jedoch nicht beachtet werden. Und die Polizei interessiert das nicht. Kommt doch einmal ein Fall vor Gericht, wird der Schuldige meist freigesprochen. So wie letzte Woche. 2007 hatte man in einem Tierheim über 500 Hunde und Katzen mit einem muskellähmenden Mittel zu Tode gespritzt. D.h. die Tiere sind jämmerlich und langsam erstickt. Jahre später gab es erst die Gerichtsverhandlung und vor ein paar Tagen dann das Urteil: Freispruch für alle Beteiligten!“

Zu Recht fühlen sich die Wolfsschützer von Europa und insbesondere von Brüssel im Stich gelassen.

Carolin Waggershauser hat über den Iberischen Wolf einen Artikel geschrieben, der zunächst bei amaroktv.de erschien. Sie hat mir die Genehmigung erteilt, ihn zum hier zum Download einzustellen. Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass manche Fotos nur schwer zu verkraften sind. Leider ist dies aber die Realität, mit der die Wolfsschützer täglich konfrontiert werden. Angesichts der vermehrten Forderungen aus Deutschland nach „Obergrenze“ und „Abschusszahlen“ sollten wir uns fragen, ob wir solche Bilder auch in unserem Land sehen werden, wenn wir die Jagd auf Wölfe erlauben.

Die Situation des Iberischen Wolfes in Spanien

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Die Autorin arbeitet für die Natur- und Tierschutzorganisation FAPAS, deren Hauptziel es ist, das Überleben einer stabilen Population von Wölfen im Kantabrischen Gebirge zu gewährleisten.
Weitere Informationen hier: FAPAS

Die Autorin mit Wolfsspuren. (Foto: privat)