Bundesweites Aktionsbündnis fordert ein Ende der Fuchsjagd

Foto: Luise Dittombée, aktionsbuendnis-fuchs.de

Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die meist ganzjährig bejagt werden – ohne, dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe.

Organisationen aus ganz Deutschland haben sich daher einer gemeinsamen Erklärung angeschlossen, in der sie die Abschaffung der Fuchsjagd fordern. Etwa eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr getötet. Bei der Jagd kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz.

Anders als vom Deutschen Jagdverband (DJV) und seinen Landesverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu jagen, keine Rede sein. „Bundesweites Aktionsbündnis fordert ein Ende der Fuchsjagd“ weiterlesen

Minnesota Winter – Making of – Teil I

Minnesota Winter – Hintergründe und Geschichten

Minnesota Winter

Wie zieht man sich sexy an bei minus dreißig Grad? Diese Frage ging mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Die Verkäuferinnen, die ich in den einschlägigen Geschäften nach warmer Spitzenunterwäsche gefragt hatte, konnten nur die Schultern zucken.
„Was denn? Warm oder sexy?“
Beides gab es wohl nicht. Ich hatte schließlich aufgegeben und „warm“ in den Koffer gepackt. Jetzt drückte ich mir die Nase am Flugzeugfenster platt und schaute auf die Schneelandschaft unter mir. Vielleicht hätte ich doch besser „sehr warm“ einpacken sollen.
„Haben Sie noch einen Wunsch?“, fragte die Stewardess lächelnd und goss mit einem professionellen Lächeln dünnen Kaffee in meine Tasse. Diesmal nahm ich auch ein paar der angebotenen Häppchen an und sah, wie sie erleichtert aufatmete. Vermutlich war ich ihr unheimlich, denn ich hatte, seit das Flugzeug vor fünf Stunden in Frankfurt gestartet war, keinen Bissen angerührt. Aber das Essen interessierte mich nicht. Ich flog in das Abenteuer meines Lebens.
Unter mir lag die unendliche Weite Kanadas. Labrador zog tief verschneit vorüber. Wie so oft, wenn ich diese Strecke flog, wünschte ich mir, ich könnte hinausspringen und in die samtweiche Schneelandschaft eintauchen, die aussah wie Zuckerwatte auf dem Weihnachtsmarkt. Ich fragte mich, ob wohl Menschen in diesen abgelegenen Seengebieten lebten und wie dieses Leben aussah. Ich liebte die Einsamkeit und den Winter. Erst wenn es richtig kalt wurde, blühte ich auf. Vermutlich lag es daran, dass ich im Februar geboren bin – ein Winterkind. Fällt der erste Schnee, atme ich auf. Endlich! Wenn ich in den Urlaub fahre, zieht es mich nicht in den Süden, sondern in nordische Länder. Alaska, Kanada, Weite, Einsamkeit, Kälte, das ist meine Welt. Ich las jedes Buch über Aussteiger und Abenteurer, das ich finden konnte, und beneidete alle, die so lebten. Und nun würde sich dieser Traum erfüllen. „Minnesota Winter – Making of – Teil I“ weiterlesen

Yellowstone: Pazifik statt Hotspot?

Morning Glory Pool in YNP (Foto: Elli Radinger)

Mantelplume spielt geringere Rolle für den Supervulkan als gedacht

Überraschend anders: Der Yellowstone-Supervulkan wird offenbar doch nicht von einem Hotspot gespeist – oder zumindest nicht hauptsächlich. Stattdessen scheint ein Großteil seiner Hitze vom Mantelbereich unter dem küstennahen Pazifik zu stammen, wie neue Messdaten und Modelle nahelegen. Das Innenleben des aktiven Supervulkans ist demnach deutlich komplexer als bisher angenommen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

Mehr …

Yellowstone: Die Mollies sind zurück

Mollies
Mollies am Bisonkadaver (Foto: Doug McLaughlin)

Wie in jedem Winter ist auch jetzt wieder die Kavallerie der Mollie-Wölfe im Lamar Valley aufgetaucht. Normalerweise haben die Mollies ihr Revier im Hinterland von Yellowstone. Im Winter jedoch ist dort das Klima zu hart. Es gibt kaum Beutetiere. Die Hirsche sind ins Tal gezogen, nur ein paar Bisons überleben noch.

Da das Lamar Valley das Territorium anderer Wolfsrudel ist, haben die Mollies sich in die kälteste Ecke des Tals zurückgezogen und eine unglaubliche Jagdtaktik entwickelt, um die großen Bisons zu töten. Ich habe diese in meinem Buch „Die Weisheit der Wölfe“ geschildert.

„Yellowstone: Die Mollies sind zurück“ weiterlesen

Neue Nachweise des Wolfes GW 781 in Schleswig-Holstein und Dänemark

news

An einer Reihe von Nutztierrissen konnte zwischen August und Oktober diesen Jahres ein bestimmter Wolf als Verursacher nachgewiesen werden, der als Nachkomme eines Wolfsrudels identifiziert werden konnte, das im Bereich der Lübthener Heide in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet ist. Das männliche Tier hatte die Nummer GW 781 erhalten. Seither konnten durch das schleswig-holsteinische Wolfsmanagement keine weiteren Informationen über den Verbleib des Tieres ermittelt werden. „Neue Nachweise des Wolfes GW 781 in Schleswig-Holstein und Dänemark“ weiterlesen

Niedersachsen: Landtagssitzung zum Wolf – Antworten von Minister Olaf Lies auf mündliche Anfragen

news

Entnahme der Wolfsrudel in Barnstorf-Goldenstedt und Cuxhaven

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies hat namens der Landesregierung auf eine mündliche Anfrage der Abgeordneten Horst Kortlang, Hermann Grupe, Dr. Stefan Birkner, Dr. Marco Genthe, Jan-Christoph Oetjen, und Jörg Bode (FDP) geantwortet.

Vorbemerkung der Abgeordneten
In einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vom 28. November 2017 wird von einigen Vorfällen berichtet, bei denen Wölfe des Rudels im Raum Barnstorf-Goldenstedt feststehende Zäune überklettert hätten. Weiter heißt es: „Bereits seit Ende 2016 rät das Wolfsbüro den Tierhaltern in der Region, den vom Land Niedersachsen empfohlenen Mindestschutz, einen elektrisch geladenen Nutzgeflecht- oder Litzenzaun in Höhe von mindestens 90 cm, mit sogenannten „Flatterbändern“ auf 120 oder noch besser auf 140 cm zu erhöhen.“ „Niedersachsen: Landtagssitzung zum Wolf – Antworten von Minister Olaf Lies auf mündliche Anfragen“ weiterlesen

Erneut Wolf bei Verkehrsunfall getötet

 

news

Zehnter tot aufgefundener Wolf in Niedersachsen in diesem Jahr

In Niedersachsen ist erneut ein toter Wolf aufgefunden worden. Der leblose Rüde wurde am frühen Morgen des 4. Dezember auf der Autobahn A7 in Richtung Hamburg auf dem Parkplatz der Raststätte Seevetal hinter der Leitplanke entdeckt und der Autobahnmeisterei gemeldet. Diese informierte die Polizei. Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei von einem Verkehrsunfall aus. „Erneut Wolf bei Verkehrsunfall getötet“ weiterlesen

Wolf im Odenwald: Weidezäune verstärken

news

Umweltministerium unterstützt Präventionsmaßnahmen und verstärkt Beratung zur Sicherung von Zäunen und Herdenschutzmaßnahmen

Im Odenwald wurden im November mehrere Schafe und eine Ziege durch einen Wolf gerissen. Dies hat eine genetische Untersuchung durch das Senckenberg Fachgebiet Naturschutzgenetik in Gelnhausen nun bestätigt. „Hessen ist schon seit einiger Zeit ein Wolfserwartungsland. Das gilt natürlich auch für den Odenwald als wenig besiedeltes Gebiet mit großen landschaftlichen Freiflächen. Für Schäferinnen und Schäfer und alle anderen Tierhalter bedeutet das, dass sie alle Instrumente nutzen müssen, um ihre Herden auch wirksam zu schützen. Dazu gehören zu allererst Elektrozäune, aber auch Herdenschutztiere“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. „Wolf im Odenwald: Weidezäune verstärken“ weiterlesen

Yellowstone erlebte Doppel-Ausbruch

Der Roaring Mountain in Yellowstone. (Foto: Elli Radinger)

Supervulkan-Eruptionen lösten zwei ungewöhnlich lange vulkanische Winter aus
Doppelte Katastrophe: Der Yellowstone-Supervulkan brach vor rund 630.000 Jahren gleich zweimal kurz hintereinander aus. Mit nur 170 Jahren Abstand überzog der Vulkan dabei weite Teile Nordamerikas mit Ascheregen. Das Ungewöhnliche dabei: Beide Male lösten die Eruptionen einen 80 Jahre andauernden vulkanischen Winter aus – das ist deutlich länger als es gängige Modelle für solche vulkanbedingten Abkühlungen vorhersagen.

Mehr …

Rezension: Der Ruf der Stille

Christopher Knight

Der Ruf der Stille
Die Geschichte eines Mannes, der 27 Jahre in den Wäldern verschwand
Michael Finkel
Goldmann Verlag, 2017
256 Seiten
ISBN 978-3442314683
18,00 €

Hier können Sie das Buch bestellen

Inhalt
Im Sommer 1986 begibt sich Christopher Knight auf einen Roadtrip von Massachusetts nach Maine und verschwindet in den Wäldern. 27 Jahre lang bleibt er dort, abgeschieden von der Welt, ohne menschlichen Kontakt, bis er wegen Diebstahls gefasst wird: Er hatte Essen geklaut. In einem einfachen Zelt überlebte Knight die härtesten Winter, weil er klug wie ein Eichhörnchen Vorräte gebunkert und alles darauf ausgerichtet hatte, nicht zu erfrieren. In den nahegelegenen Ferienhäusern versorgte er sich mit Lebensmitteln, Kleidung und Büchern und verstörte als unheimliches Phantom die Bewohner von North Pond. Der Journalist Michael Finkel hat das außergewöhnliche Leben des Chris Knight dokumentiert. Entstanden ist eine fesselnde Story, die den fundamentalen Fragen über ein gutes Leben nachgeht und das tief bewegende Porträt eines Mannes hinterlässt, der sich seinen Traum erfüllte: ein Leben in absoluter Stille.

„Rezension: Der Ruf der Stille“ weiterlesen