Rezension: Einfach unglaublich

unglaublich

Einfach unglaublich
Erstaunliches Tierverhalten dokumentiert von den besten Naturfotografen der Welt
Natural History Museum
Knesebeck, 2018
128 Seiten
ISBN 978-3957281326
26,00 €

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Inhalt
Dieser Band zeigt die bemerkenswertesten und faszinierendsten Fotografien tierischer Verhaltensweisen, die in den letzten Jahrzehnten mit dem »Wildlife Photographer of the Year«-Award prämiert wurden, der wichtigsten Auszeichnung im Bereich Tierfotografie. Jede dieser Momentaufnahmen hält einen einzigartigen oder überraschenden Aspekt tierischen Verhaltens fest. Viele dieser Verhaltensweisen wurden so erstmals dokumentiert; manche sind so überraschend, unerwartet oder aber menschenähnlich, dass sie uns zutiefst berühren. Für solche Aufnahmen braucht es Glück, aber genauso fotografisches Können und Gespür sowie eine Nähe zu den Tieren, die man nur erreicht, wenn man lange Zeit mit ihnen und vor Ort verbringt.
Die Bilder stammen von über 50 preisgekrönten Fotografen aus mehr als 20 Ländern. Die außergewöhnlichen Naturfotografien werden ergänzt durch kurze Texte, die das gezeigte Verhalten unterhaltsam und informativ beschreiben. „Rezension: Einfach unglaublich“ weiterlesen

Schweiz: Wolfsmonitoring 2017 – Sieben Wölfe identifiziert

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für das Jahr 2017 eine Bilanz des Wolfsmonitorings erstellt. Im besagten Zeitraum wurden auf dem gesamten Kantonsgebiet sieben Wölfe formell identifiziert, darunter die drei bis jetzt unbekannten Tiere F28, M73 und M82. Jungtiere konnten im Val d’Anniviers nachgewiesen, jedoch nicht identifiziert werden. Der Aufwand für die Bearbeitung des Dossiers Wolf ist erneut angestiegen. „Schweiz: Wolfsmonitoring 2017 – Sieben Wölfe identifiziert“ weiterlesen

Brandenburg: Toter Wolf

Wie der zuständige Revierförster der Polizei am Freitag mitteilte, wurde bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen ein toter Wolf aufgefunden. Das 2-jährige weibliche Tier wies zwei Schussverletzungen auf.

Durch den Wolfsbeauftragten wurde der Isegrim zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gegen Unbekannt aufgenommen.
(Quelle

Fastenzeit – Auszeit und Schreibzeit

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Foto: Gunther Kopp

Wenn man die Wolfsmeldungen der letzten Tage und Wochen verfolgt, dann bekommt man immer  mehr den Eindruck, dass wir uns im Krieg befinden. Kein Tag vergeht ohne Forderungen nach „Obergrenze“, „Wolf ins Jagdrecht“ „Abschussforderungen“ etc. Weiterhin lesen wir jetzt regelmäßig von irgendwelchen „vermeintlichen“ Wölfen, die Kinder anknurren, ahnungslose Jogger bedrohen oder ganze Schafsherden reißen und Existenzen vernichten.

Ich habe 30 Jahre lang über den Wolf aufgeklärt und dafür gekämpft, dass er akzeptiert und verstanden wird. Heute frage ich mich manchmal ob das alles sinnlos war, denn wir scheinen uns angesichts der populistischer Hetze ins Mittelalter zurück zu entwickeln statt aufgeklärt vorwärts zu gehen. Vielleicht ist es auch ein Merkmal unserer digitalen Zeit, in der jeder (oft anonym) seine unqualifizierte Meinung verbreiten kann.
Davon brauche ich jetzt erst einmal eine Auszeit.

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Die Situation des Iberischen Wolfes in Spanien

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Typische Kennzeichen für den Iberischen Wolf (Canis Lupus Signatus) sind die helle Markierung um die Schnauze und die dunklen Streifen an den Vorderbeinen. (Foto: Juan José González Vega)

Caroline Waggershauser lebt seit 30 Jahren in Spanien. Sie engagiert sich für den Tierschutz und insbesondere für den Schutz des Iberischen Wolfes. Dass der Tierschutz in Spanien teilweise gar nicht existent ist, weiß man nicht erst seit es Stierkämpfe gibt und tausende Galgos gequält und getötet werden. Dagegen ist noch relativ wenig bekannt, welches Leid auch Wölfen (Bären und Luchsen) angetan wird: Bauch- und Wirbelsäulenschüsse, Giftköder oder Schlingfallen. „Die Situation des Iberischen Wolfes in Spanien“ weiterlesen

Wolf in der politischen Schusslinie

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(Foto: Ralph Frank WWF)

Der Bundestag diskutierte am 2. Februar zum Wolf in Deutschland. Der WWF warnt vor einer Scheindebatte, mit der Weidetierhaltern nicht geholfen ist. „Der Ruf der AfD und der FDP nach Jagdrecht und Obergrenzen ist populistisches Schaulaufen und führt die Debatte am Thema vorbei. Den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, trägt nicht zur Lösung der Konflikte bei. Wer Tierhaltern wirklich helfen will, setzt sich dafür ein, dass sie beim Herdenschutz schnell und unbürokratisch unterstützt werden“, sagt Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland beim WWF. „Wolf in der politischen Schusslinie“ weiterlesen

Einmal um die Sonne mit den Calanda-Wölfen

Dettling

Eine Web-Dokumentarserie von Peter A. Dettling

In den vergangenen vier Jahren versuchte der renommierte Naturfotograf/Autor Peter A. Dettling die Geheimnisse der ersten Wolfsfamilie der Schweiz seit über 150 Jahren zu entlocken. Nun steht das Endergebnis fest. Ab Mitte Februar 2018 wird einmal pro Woche, über ein ganzes Jahr lang (einmal um die Sonne), via dem Internet eine Miniserie publiziert werden, die seine Reise in die Welt der ersten Wolfsfamilie der modernen Schweiz portraitieren wird. „Einmal um die Sonne mit den Calanda-Wölfen“ weiterlesen

Wissen Wolf: Räude beim Wolf. Wie gefährlich ist sie?

Immer wieder wird Räude als Grund genannt, um einen Wolf töten zu müssen. Völlig unberechtigt wie Sie hier lesen können.

Wie gefährlich ist Räude beim Wolf?

Sarcoptes Räude ist bei wilden Kaniden eine der gefährlichsten Krankheiten. In Amerika wurde sie 1909 von staatlichen Tierärzten in die Rocky Mountains eingeführt, um die örtliche Kojoten- und Wolfspopulation zu vernichten. Noch lange nach der Ausrottung der Beutegreifer existierte die Milbe weiter. Im Winter 2008 konnte ich in Yellowstone zum ersten Mal Wölfe beobachten, denen großflächig Fell fehlte. Auch Füchse können unter der Krankheit leiden.
Im Winter kann sie daher ein wichtiger Regulierungsfaktor für Wolfspopulationen sein. Es gibt mehr Fälle von Räude, wenn die Populationszahlen steigen. Eine Ansteckung von Haustieren, seltener auch Menschen, ist zwar möglich, lässt sich jedoch gut behandeln.
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Wolfsmeldungen und Fake News

Medien: Was ist echt und was ist Panikmache?

Gerade bereite ich den neuen Newsletter Wolf & Co vor und habe bisher aus den zahlreichen Wolfsmeldungen etwa 80 Prozent aussortiert, weil es sich um keine „realen“ Meldungen, sondern um Vermutungen, Annahmen und Fake News handelt.

Wolfsmeldung Lüge und Wahrheit
Was ist wahr und was ist Lüge oder Manipulation? (Foto: geralt/pixabay)

Einige Wolfsmeldungen in der Presse strotzen nur so vor fachlicher Unkenntnis, Ignoranz und Sensationshascherei. Je nachdem, welche Zeitschrift berichtet oder welcher Gesinnung der Redakteur ist, wird das Auftreten von Wölfen entsprechend zurechtgebogen. Wenn wir Schlagzeilen lesen wie „Raubtier verfolgt Landwirt“, „Schafe offenbar von Wölfen gerissen“, „Tote Kälber – war es ein Wolf?“ können wir sie bildlich vor uns sehen: Blutrünstige Wölfe, die über ein Schlachtfeld von gerissenen Tierkadavern steigen, um anschließend unschuldige Menschen zu verfolgen.
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