Zum Abschuss freigegebener Wolf in der Lausitz / Eilantrag

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Grüne Liga Sachsen erhebt Widerspruch gegen Genehmigung des Landratsamtes Bautzen und stellt Eilantrag beim Verwaltungsgericht

Vergangene Woche hat das sächsische Umweltministerium nach eigener Dar-stellung sein Einverständnis für die Tötung eines Wolfs des „Rosenthaler Rudels“ erteilt. Daraufhin hat das Landratsamt Bautzen eine entsprechende Ausnahme-genehmigung erlassen. Die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsge-sellschaft mbB (Würzburg/Leipzig) hat im Auftrag der Grünen Liga Sachsen e.V. Widerspruch gegen die Abschussgenehmigung erhoben.
Rechtsanwältin Franziska Heß (Fachanwältin für Verwaltungsrecht) sieht in der Abschussgenehmigung einen Präzedenzfall von grundsätzlicher Bedeutung:
„Unserer Auffassung nach ist eine Abschussgenehmigung für einen Wolf unter anderem aufgrund bestehender Alternativen wie Vergrämung und Prävention mit dem europäischen Naturschutzrecht unvereinbar. Die Naturschutzrichtlinien ver-langen, dass sämtliche Alternativen vorab ausgeschöpft werden.“

Die Hintergründe, wie die Genehmigung zustande kam, sind nach wie vor unklar. So haben die Behörden beispielsweise unterschiedlich darüber Auskunft gege-ben, ob es sich um eine Genehmigung nach Jagdrecht oder Naturschutzrecht handelt.

Rechtsanwalt Andreas Lukas sieht schnellen Handlungsbedarf:
„Da ein Abschuss des Wolfes kurzfristig erfolgen soll, hat die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte im Auftrag der Grünen Liga vorsorglich einen Eilantrag beim Ver-waltungsgericht Dresden gestellt. Dieser hat zum Ziel, dass keine Fakten durch einen Abschuss geschaffen werden, bevor die Sach- und Rechtslage geklärt ist.“  (Pressemeldung: www.baumann-rechtsanwaelte.de)