Tag des Baumes – nur mal kurz den Wald retten

Buche im Wald
Foto: pixabay.com

Heute ist der Internationale Tag des Baumes. Er geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück. 1872 beantragte er bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day-Resolution, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Ursprünglich am 10. April werden seither Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll daran erinnern, welche Bedeutung der Wald für den Menschen und die Wirtschaft hat.
Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Wir alle, die wir die grandiosen Bücher von Peter Wohlleben gelesen haben, wissen, dass es in Deutschland kaum noch echte Urwälder gibt.

Von Natur aus wäre Deutschland zu über 90 Prozent von Wald bedeckt, der größte Teil davon Buchen- oder Buche/Eichen-Mischwälder.

Diese Wälder sind durch langwährende Stabilität gekennzeichnet. Störungen in Form von Sturm oder Feuer sind ihnen fremd. Viele hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten haben sich auf solche dauerhaften Wälder eingestellt. Dabei sind die meisten auf besonders alte Bäume angewiesen; so kann etwa der seltene Mittelspecht Buchenwälder erst ab einem Baumalter von 200 Jahren besiedeln.

Mittelspecht im Wald
Mittelspecht (Foto: Lubos Houska, pixabay.com)

Alte Buchenwälder sind die Regenwälder Europas, und ähnlich wie in den Tropen ist es auch um sie sehr schlecht bestellt. Heute finden wir in Deutschland keine Urwälder mehr, und auch die alten Bäume werden zunehmend seltener.

Buchenwälder ab Alter 160 haben nur noch einen Anteil von 0,27 Prozent an der Landfläche.  Und selbst diese kleinen Restflächen werden weiter bewirtschaftet, so dass in diesen Altwäldern in der Regel nur noch ein Drittel der Bäume steht.  Totholz, in Urwäldern mit etwa 20.000 Kubikmetern Holz pro Quadratkilometer vorhanden und wichtiger Lebensraum für 3.000 Insekten- und Pilzarten, fehlt in bewirtschafteten Wäldern weitestgehend.

Nur mal kurz den Wald retten

Insgesamt schwindet die ohnehin schon geringe Fläche weiter, da selbst in Naturschutzgebieten weiter abgeholzt werden darf.
Umso mehr sollten wir versuchen, die wenigen alten Buchenwälder zu retten. Der Bestsellerautor hat dazu eine Aktion ins Leben gerufen, bei der jeder etwas tun kann, um Bäume zu retten.

Das Buchen-Urwaldprojekt.

Für 4 € pro  Quadratmeter kann man eine Schutzfläche für die nächsten 50 Jahre pachten.  So kann jeder mithelfen, alten Buchenwald zu retten. Ein wunderbares Geschenk für einen geliebten Menschen oder für uns selbst.
Ich finde das eine tolle Idee.

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken.
(Khalil Gibran)