Rezension: Warum tut der Hund, was er tut?

Warum

Warum tut der Hund, was er tut?
Anamnese-Leitfaden für Hundetrainer
Christine Holst
Ulmer, 2017
176 Seiten
ISBN 978-3800108541
29,90 €

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Inhalt
Jedes erfolgreiche Hundetraining verlangt nach einem tiefgreifenden Verständnis sowohl des Hundes als auch des Menschen. Christine Holst zeigt auf Basis neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie Sie die Ursachen für „Problem“-Verhalten bei Hunden analysieren, den Hund so besser verstehen und folglich ganzheitliche Therapie- und Trainingskonzepte entwickeln können. Mit einem Vorwort von Günter Bloch und einem Nachwort von Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen.

Rezension
Ich bin keine Hundetrainerin, deshalb tue ich mich ein wenig schwer mit der Beurteilung des Buches. Aber ich habe mit meiner Hündin beim Welpen- und beim Junghundetraining schon einige Hundetrainer erlebt. Lang, lang ist’s her. Darüber hinaus hatte ich zum Glück mangels „Problem“-Verhalten keinen Bedarf an Trainern. Auch wenn ich also nicht zur Zielgruppe des Buches gehöre, halte ich es für sehr wichtig.
Ich weiß, es gibt durchaus unendlich viele Hundehalter, die Hilfe brauchen. Diese können von Glück reden, wenn sie einen wirklich guten Hundetrainer finden. Aber wer ist ein guter Hundetrainer? Und wie wird man einer?

Für alle angehenden und aktiven Trainer und Trainerinnen ist „Warum tut der Hund, was er tut?“ ein sehr wertvoller Leitfaden. Vom ersten Kundenkontakt, über die ausführliche Anamnese bis zu praktischen Testsituationen wird hier das gesamte Spektrum aufgezeigt, das ich als Laie von einem Hundetrainer erwarte – oder eher erhoffe. Die detaillierten Beschreibungen sind eine große  Hilfe für alle, die mit Hunden arbeiten, um Menschen und ihre Tiere besser einzuordnen – ohne sie in Schubladen zu stecken und Training nach Schema F zu machen. Es geht bei einem guten Trainer nicht darum, den Hund zum „Funktionieren“ zu bringen, sondern gemeinsam mit seinem Besitzer eine Lösung zu finden.

Eine der wichtigen Aussagen für mich fällt die Autorin schon in der Einleitung, wo sie ihre Kollegen davor warnt, das Bauchgefühl zu vergessen und anregt, der eigenen Intuition zu vertrauen und dem Kunden gegenüber Akzeptanz und Empathie zu zeigen. Als Hundehalter fühle ich mich bei solchen Aussagen gut aufgehoben und danke Christine Holst dafür.