Rezension: Tiere sind die besseren Menschen

Tiere sind die besseren MenschenTiere sind die besseren Menschen
Ein Buch für Tierquäler und Tierschützer, Fleischesser und Vegetarier, Gläubige und Nichtgläubige
Peter Sasse
MusketierVerlag, 2016
232 Seiten
ISBN 978-3946635017
19,90 €

Hier können Sie das Buch bestellen

Inhalt
In seinem zweiten Buch „Tiere sind die besseren Menschen“ geht der Gesellschaftsphilosoph Peter Sasse der Frage ganzheitlich nach, warum Menschen Tiere schlecht behandeln.
Die Erklärungen hierzu gibt er ausführlich in gesellschaftspolitischen Aspekten, geht aber auch auf philosophische, naturwissenschaftliche und religiöse Fakten ein.
Entstanden ist ein einzigartiges Werk, das neben grausamer Tierquälerei auch anrührende Freundschaften von Mensch zu Tier, Tier zu Mensch und Tier zu Tier aufzeigt. Ein Sachbuch, das aufrüttelt, aufklärt und dazu anregt, unser bisheriges Verständnis und Verhalten gegenüber den Tieren zu überdenken.

Rezension
So schwer und schmerzhaft „Tiere sind die besseren Menschen“ zu lesen ist, so wichtig ist es. Dieses Buch sollte mit einem Warnhinweis kommen: Kann Ihren Seelenfrieden gefährden!

Die Schilderungen von extremem Tierleid sind kaum zu ertragen. Ich habe mich dennoch dazu gezwungen, alles zu lesen, weil ich glaube, dass wir nicht die Augen verschließen dürfen, nur weil wir nicht ertragen können, zu erfahren, was andere für uns erleiden müssen. Außerdem schulden wir es als Leser sowohl dem Autor als auch den Fotografen der Fotos (diese wurden sicherlich im Geheimen gemacht), dass wir genau hinschauen.

Massentierhaltung, Tierversuche, Misshandlungen, Qualzuchten. Beim Lesen des Textes wechselten sich Tränen und Wut bei mir ab. Tränen des Mitgefühls für die Tiere als auch Wut auf die Kirche, die angesichts solchen Leids der Schöpfung immer noch den Menschen über alles stellt und Tieren Gefühle und Schmerzen abspricht. Der Autor ist ein bekannter Kritiker der katholischen Kirche. Darum bleibt es nicht aus, dass er auch immer wieder den Bogen zu Religion und Kirche schlägt. Nach seiner Auffassung muss das Leiden der Tiere vor allem religionsgeschichtlich verstanden werden.

Aber zum Glück schenkt uns Peter Sasse auch wieder Hoffnung, Freude und ein Lächeln durch die vielen positiven Geschichten unter anderem von ungewöhnlichen Tierfreundschaften.

Das Buch endet mit einem Kapitel von Weisheiten und Sprüchen über unsere Tiere.

Mein Tipp: Auch wenn es schwer fällt, lesen Sie das Buch und machen Sie sich bewusst, dass Sie – wir alle – die Verantwortung für das hier beschriebene Tierleid tragen. Ich zitiere einen Spruch aus dem Buch, den wir uns alle zu Herzen nehmen und danach handeln sollten (S. 202): „Wenn du keine Bilder mit Gewalt gegen Tiere sehen kannst, dann musst du die Gewalt gegen Tiere aufhalten, nicht die Bilder.“