Korrektur: Newsletter Wolf & Co Mai/Juni 2017

Im letzten Newsletter hatte ich über folgende Meldung berichtet:

Bedrohlich? bereichernd? – Diskussion über Wölfe verschärft sich
Immer wenn sich Claudia Szentiks Gummistiefel und Atemschutz anzieht, ist wieder einer gestorben. Auf ihrem Seziertisch im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin landen seit 2012 alle Wölfe, die in Deutschland tot gefunden werden – 24 Tiere waren es allein seit Beginn dieses Jahres. …
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Meine Anmerkung zum Artikel war:
„Man muss sich das mal vorstellen: Jeder 10. Wolf wird in Deutschland illegal erschossen!!!“
Das ist aber so nicht richtig. Im Artikel stand wörtlich: „Für jeden zehnten Wolf muss Szentiks jedoch eine Todesursache notieren, die sie besonders betroffen macht: illegale Tötung.“
Korrekt heißt das also, dass sich diese 10 Prozent auf die Zahl der toten Wölfe bezieht, die die Pathologin seziert hat, und nicht auf die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe, wie mein Kommentar glauben machen will.
Konkret: Nicht jeder 10. deutsche Wolf, sondern 10 Prozent der von der Pathologin untersuchten Wölfe wurden illegal getötet.

Wenn ich schon so gerne manche unrichtige Behauptung der Medien kritisiere, muss ich mich diesmal auch an meine eigene Nase fassen. Mea culpa! Danke an den Kollegen, der mich darauf aufmerksam gemacht hat.

Trotz allem ist und bleibt natürlich jeder einzelne getötete Wolf ein Wolf zu viel.