Wölfen auf der Spur - Anthologie

 

 

Wölfen auf der Spur - Anthologie
Elli H. Radinger (Hrsg.)


Mariposa-Verlag, Oktober 2010
136 Seiten
13,80 €

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Kurzbeschreibung
21 Autorinnen und Autoren sind dem Ruf der Wölfe gefolgt und haben sich auf ihre geheimnisvollen, urtümlichen, wilden oder magischen Spuren begeben. Daraus sind 24 spannende und ungewöhnliche Geschichten und Gedichte entstanden.

Was unterscheidet dieses Buch von anderen Wolfsanthologien auf dem Markt?
Da ich selbst seit fast 20 Jahren wilde Wölfe erforsche und seit 20 Jahren eine Fachzeitschrift über Wölfe leite, das Wolf Magazin, habe ich bei der Auswahl der Beiträge besonderen Wert auf eine authentische Darstellung der Wölfe gelegt, die dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entspricht. Es wird also keine »dominierenden Alphawölfe« im Buch geben. Die Autorinnen und Autoren hatten bei der Ausschreibung entsprechende Vorgaben erhalten und haben großartig recherchiert.
Viele von ihren Berichten zeigen Wölfe in einem völlig neuen Licht.


Die Autoren (alphabetisch)
Carolin Arden
Nina Behrmann
Rosemarie Benke-Bursian
Martina Bethe-Hartwig
Tanya Carpenter
Christian Damerow
Christine Dorn
Natalia Eschmann
Kathrin Faller
Wolfgang A. Gogolin
Sandra Hlawatsch
Andrea Hoch
Stafanie Lasthaus
Chris Lind
Hans-Jürgen Mülln
Thorsten Sander
SandraSchulten
Jana Sprenger
Mark Staats
Mirko Swatoch
Elke Weigel

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Pressestimmen/Rezensionen

Rezension bei »Schreibfeder.de« (1.1.2012)

Literarisches Kleinod
(Gießener Allgemeine)
Bösartiges Fabelwesen Wolf? Von wegen! Ob nun als Werwolf und Begleiter des Vampirs Dracula in der fantastischen Literatur oder als Vertilger der Großmutter im Märchen – Isegrim ist in der Vorstellungswelt der Menschen nicht wirklich gut beleumundet. Dabei ist längst erwiesen, dass der Wolf bei Weitem nicht die bösartige Kreatur der Sagen und Legenden ist, sondern einfach ein intelligentes Raubtier, das die menschliche Nähe zumeist scheut. Mit »Wölfen auf der Spur« ist jetzt im Mariposa Verlag ein Buch erschienen, in dem insgesamt 21 Autoren den Spuren dieses Jägers in fiktionalen Geschichten nachspüren, nicht ohne dabei auch der mythischen Fährte zu folgen. Herausgegeben wurde der Band von der Wetzlarerin Elli H. Radinger, die seit 1983 als Fachjournalistin für Natur- und Tierzeitschriften schreibt und sich besonders den Wölfen verbunden fühlt. Mit dem »Wolf Magazin« gibt die studierte Rechtsanwältin, die sich in Sachen Isegrim auch im amerikanischen Yellowstone-Park ehrenamtlich engagiert, zudem ihr eigenes Magazin zum Thema heraus. Mit ihrem neuen Buch ist es der Journalistin gelungen, einen Band zusammenzustellen, der vielfältige und ganz unterschiedliche Perspektiven auf den Wolf in sich vereint. Das liegt daran, dass sich die Autoren in »Wölfen auf der Spur« ihrem Sujet aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Mal erscheint der Jäger als Beschuützer wie in Martina Bethe-Hartwigs Erzählung »Oldrin«, mal als Begleiter des Menschen – so in Mark Staats »Der gemeinsame Weg« –, mal als mythische Figur, die in Tanya Carpenters »Die Suche« den rechten Weg weist. Der große Verdienst der Geschichten dieses Bandes ist es, durch die Multiperspektivität zum Nachdenken über verbreitete stereotypisierte und eindimensionale Wolfsbilder anzuregen. Mit dem Klischee des bösartigen Fabelwesens wird aufgeräumt und dem Wolf eine deutlich bessere Lobby als bisher verschafft – ohne ihn dabei jedoch zum Schoßhund zu stilisieren. Was darüber hinaus besonders Spaß macht, ist die Vielfalt der literarischen Formen, die sich in dem Sammelband vereinen. Denn es finden sich auch Gedichte neben den Kurzgeschichten, die zudem aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben sind, und dabei sowohl die Position des Wolfes als auch die der Menschen einnehmen. Diese Vielfalt der Formen macht den Band, der über weite Strecken von Winterlandschaften beherrscht ist, auch literarisch zu einem Kleinod, das stimmungstechnisch erstklassig zu winterlichen Sonntagnachmittagen bei Kerzenschein und Tee passt. Kurzum: Radingers Band macht wirklich Laune. Und es ist verdienstvoll, dass er dabei Sympathien für ein schützenswertes Tier weckt, denn das ist die Voraussetzung für effektiven Tierschutz. (Stephan Scholz, Giessener Allgemeine Zeitung, Mittelhessen, November 24, 2010)