Herbstliche Gefahr durch Wild

TASSO-Tipp: Beim Autofahren Vorsicht walten lassen

Sulzbach/Ts., 25. Oktober 2017 – Am kommenden Wochenende werden die Uhren umgestellt und damit halten die kürzeren Tage Einzug. Nebel, Regen und Dämmerung schränken die Sicht beim Autofahren nun häufig ein. Gerade in dieser Jahreszeit kommt es vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer in diesen Tagen auf den Straßen besondere Vorsicht walten lassen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps, wie sich Autofahrer in der dunklen Jahreszeit am besten verhalten sollten.

Gefahr durch Wild
Foto: TASSO e.V. / Heike Engelhart

Besonders auf Strecken, die an Wäldern oder Feldern vorbeiführen sowie in Gebieten mit gekennzeichnetem Wildwechsel ist es nun wichtig, langsam zu fahren, Abstand zu halten und immer bremsbereit zu sein. Sobald Wild am Straßenrand zu erkennen ist, sollten Verkehrsteilnehmer abblenden (also von Fern- auf Abblendlicht wechseln), abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. Auf keinen Fall darf das Tier durch das Einschalten des Fernlichtes geblendet werden, da es hierdurch die Orientierung verliert und dadurch erst recht auf die Lichtquelle und somit die Straße zulaufen wird. Da Wildtiere meist im Rudel auftreten, gilt es außerdem abzuwarten, ob noch weitere Tiere folgen.

Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, empfiehlt der ADAC, das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Autofahrer, die versuchen, ein Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr. Zusammenstöße mit Bäumen am Straßenrand oder mit dem Gegenverkehr haben häufig auch für die Unfallbeteiligten schlimme Folgen.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß mit einem Wildtier, gilt es Folgendes zu beachten:

  • Das Auto zum Stillstand bringen und Ruhe bewahren
  • Warnweste anziehen, Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle sichern und eventuell verletzte Personen versorgen
  • Die Polizei alarmieren und so lange bei dem verletzten Tier bleiben, bis Hilfe eintrifft
  • Fotos von der Unfallstelle und dem Tier anfertigen und die Kontaktdaten von vorhandene Zeugen notieren

Achtung: Ein verletztes Tier darf niemals angefasst werden, da es Schmerzen haben und in Panik beißen könnte. Ein verletztes oder totes Tier darf auch niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Diese Handlung gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Wilderei.

TASSO-Tipp: Es ist hilfreich, sich von der Polizei noch vor Ort für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen. Diese kann bei der eigenen Kfz-Versicherung eingereicht werden. Insbesondere, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist, ist diese Bescheinigung für die Versicherung wichtig. (Tasso e.V.)