Rezensionen – diverse Hundebücher

Nachfolgend stellen wir Ihnen verschiedene Hundebücher vor. Die Autorin Tanya Carpenter hat sie für uns gelesen und besprochen.

Anti-Giftköder-Training
Übungsprogramm für Staubsauger-Hunde
Sonja Meiburg
Cadmos, 2016
96 Seiten
ISBN 978-3840425189
14,95 €

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Inhalt
Giftköderwarnungen sind seit einiger Zeit die größte Sorge unzähliger Hundehalter. Dachte man früher gerne Das betrifft mich nicht , wird durch Giftköder-Warn-Apps und Social Media immer deutlicher, dass die Gefahr auch vor der eigenen Haustür lauert. Es scheint geradezu ein Trend von Hundehassern, vergiftetes oder mit Rasierklingen gespicktes Futter auszulegen und das nicht nur in Großstädten. Mit diesem Buch bekommen besorgte Hundebesitzer einen gut durchdachten, effektiven Trainingsplan, um ihren Hund zu schützen.

Rezension
Jeder, der einen Hund hat, fürchtet sich vor Ihnen. Besonders, wenn der eigene Hund ein kleiner Nimmersatt ist, der gerne alles schnell schluckt, was er an vermeintlich Fressbarem findet. Die Folgen sind oft ebenso grausam wie fatal. Daher ist ein Anti-Giftköder-Training für jeden Hund wichtig.
Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, sind drei Dinge.
1) Leicht verständliche Trainingseinheiten mit unterschiedlichen Ansätzen.
2) Reelle Einschätzung der Zuverlässigkeit eines solchen Trainings und dessen Schwachstellen.
3) Beim geringsten Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen.
Neben dem Training an sich, das Step by Step aufgebaut wird (verschiedene Level und Schwierigkeitsstufen vom Welpen bis zum erwachsenen Hund, von Trainingseinsteiger bis hin zu weitestgehend zuverlässigem Köder-Anzeigen) und mit verschiedenen Methoden daherkommt, sodass für jeden Hund individuell ein Training zusammengestellt werden kann, bietet das Buch auch eine Übersicht über die möglichen Köder und deren Wirkung sowie über erste Sofortmaßnahmen. Es beschönigt nicht und macht keine leeren Versprechungen. Ein Restrisiko bleibt immer, selbst beim gehorsamsten Hund. Daher wird in dem Buch auch der spezielle Anti-Giftköder-Maulkorb aufgeführt, der letztlich die einzige 100%ige Garantie ist, dass der Hund keine Köder aufnimmt. Und mit geduldigem Heranführen ist er in seiner Machart für die Hunde in der Regel auch weder Stress noch ein Problem.
Natürlich kann man sich fragen, was einem ein Buch über Anti-Giftköder-Training bringt, wenn es letztlich keine Zusage macht, dass dieses Training auch funktioniert, aber da sollte jeder Hundehalter bitte einfach realistisch bleiben. Für jeden Hund gibt es irgendwas, das er so sehr liebt, dass der Gehorsam auch mal versagt. Muss ich das riskieren? Das Training ist dennoch sinnvoll, weil es Kontrolle, Bindung und Gehorsam schult. Und der Autor des Buches ist in jedem Fall ehrlich und setzt die Sicherheit des Hundes an erster Stelle, was mir persönlich wichtiger ist, als verkaufsfördernde Ideal-Versprechungen, die doch nicht gehalten werden können. Tiere sind eben keine programmierbaren Maschinen.

 

„SchaSu“ – Schatzsuche mit Hund
Der Nase nach zum Zielobjekt
Ursula Gauchat
Cadmos, 2015
ISBN 978-3840425158
14,95 €

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Inhalt
SchaSu (kurz für Schatzsuche), ist nicht nur außerordentlich spannend für Mensch und Hund, es verstärkt ganz nebenbei die Bindung, Konzentration und Aufmerksamkeit des Hundes. SchaSu nutzt die Fähigkeit des Hundes geringste Geruchsspuren aufzuspüren und auch voneinander zu unterscheiden.

Rezension
Die Schatzsuche ist ein sehr ausgeklügeltes Suchspiel, das den Hund mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu beschäftigen und einige seiner Urinstinkte zu befriedigen weiß.
Das Buch erklärt anschaulich und leicht verständlich den Aufbau der Schatzsuche, der mit einer Konditionierung auf einen oder mehrere Schätze beginnt, die im Verlauf an immer wieder anderen Orten mit unterschiedlichen Hürden und Hindernissen versteckt wird. Der Hund braucht seine Nase, seine Augen, seinen Verstand und die Partnerschaft zu seinem Menschen, um die unterschiedlichen Aufgaben zu lösen und seinen Schatz zu finden, damit er seine Belohnung bekommt.
Aus meiner Sicht eine Ergänzung und Variable zu Apportierarbeit, aber wesentlich ruhiger, warum ich sie gerade für heißblütige Hunde, die schnell hochfahren, besser geeignet finde.
Gut finde ich, dass neben dem Training als solches auch die Hauptfehler aufgezeigt werden und wie man sie vermeidet. Dass auf Geduld und gemeinsamen Spaß mehr Gewichtung gelegt wird, als auf präzisen Gehorsam und dass sich dieses Spiel jederzeit auch flexibel ausweiten lässt. Somit langfristig eine gute Beschäftigung, die Kopf und Geist des Hundes fordert und die Teambildung mit seinem Menschen fördert.

 

Abgeleint!
Entspannt ohne Leine unterwegs
Ines Scheuer-Dinger
Cadmos, 2016
96 Seiten
ISBN 978-3840425165
14,95 €

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Inhalt
Fast jeder Hundebesitzer wünscht sich, seinem Hund Freilauf ohne Leine zu ermöglichen. Selbst wenn der Gehorsam angeleint klappt, warnt oft die eigene Intuition davor, es ohne Leine zu versuchen. Besonders dann, wenn man schon mal hilflos zusehen musste, wie der Hund am Horizont verschwindet, herrscht Unsicherheit: Was tun, wenn der Vierbeiner sich unangeleint mehr für Artgenossen als den eigenen Menschen interessiert?

Rezension
Noch immer gibt es eine Vielzahl von Hundehaltern, die sich nicht trauen, ihren Hund von der Leine zu lassen. Andere wiederum täten besser daran, es nicht zu tun, weil ihr Hund ohne Leine leider völlig außer Kontrolle ist. Freilauf will verdient sein, und zwar von beiden Seiten. Klappt er nicht zuverlässig, ist eine lange Leine erstmal der bessere Kompromiss, auf dem man aufbauen kann.
Was wichtig ist, damit der Freilauf entspannt ist und der Rückruf zuverlässig klappt, wird in dem Buch gut erläutert. Es werden verschiedene Übungen und Trainingsschritte erläutert, die vor allem über Lob und Bindungsaufbau funktionieren. Sich für den Hund interessant machen – interessanter als die Umweltreize. Gemeinsam Dinge erleben, damit das Agieren mit dem Menschen mehr Spaß macht, als sich eigene Beschäftigungen zu suchen.
Signale verbessern die Kommunikation, leicht in den Alltag einzubauende Aufgaben stärken die Bindung und die Aufmerksamkeit aufeinander.  Der Hund wird zu einem Partner, nicht zu einem Untergebenen – so macht der Gehorsam Spaß und der Hund wird nicht verleitet, ständig ausbrechen zu wollen aus der Dominanz seines Menschen.
Für mich aus verhaltensbiologischer Sicht gut durchdacht und stimmig.

 

Entspannungstraining für Hunde
Stress, Ängste und Verhaltensprobleme reduzieren
Karin Petra Freiling
Cadmos, 2015
96 Seiten
ISBN 978-3840425141
14,95 €

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Inhalt
Viele Hunde leiden unter Stress, Unruhe, Hyperaktivität und Ängsten. Die Ursachen hierfür sind absolut vielfältig: Ein Tierschutzhund kommt aus der Isolation eines Tierheims plötzlich in die Reizüberflutung deutscher Städte, ein Welpe wächst schlecht sozialisiert auf, ein Arbeitshund wird stundenlang beschäftigt und ist am Ende nicht ausgelastet, sondern überdreht. Verschiedenste Verhaltensprobleme sind durch hohe Erregungszustände gekennzeichnet und werden deutlich abgeschwächt, wenn der Hund lernt, sich zu entspannen.

Rezension
Ein entspannter Hund hat mehr Freude am Leben und macht seinem Besitzer auch mehr Freude. Stress ist auf Dauer ungesund, beeinträchtigt die Beziehung und bringt Einschränkungen mit sich.
Aber wie wird der Hund entspannter? In Stress-Situationen, im Alltag, bei Angst oder Aggression?
Das Buch zeigt verschiedene Formen und Stress und Anspannung und ebenso verschiedene Ansatzpunkte, diese abzubauen. Sei es durch Berührung (sehr interessant auch mit Tellington-Touch-Übungen), Ruheübungen, Futterumstellung oder kleinen Helferlein aus der Natur. Sehr interessant fand ich auch, dass man selbst Vorbild für den Hund ist, auch wenn man sich dessen oft nicht bewusst ist. Daher ist es wichtig, auch in den eigenen Alltag und sich selbst, mehr Ruhe reinzubringen, wieder zu lernen, abzuschalten, damit auch der Hund sich daran orientieren kann.
Gemeinsam entspannen durch Zeit, Kontakt und Ruhe. Gedanken fokussieren auf den Moment und mal nicht auf die Uhr schauen, weil man schon die nächsten Planungen vor sich hat.
Wie hoch der Einfluss von Futter sein kann, war auch mir bisher nicht bewusst, obwohl ich mich bereits mit den Auswirkungen diverser Nährstoffe bzw. durch sie ausgelösten Stoffwechselvorgänge im Körper beschäftigt hatte.
Wirklich sehr vielseitige Ansätze, die gut verständlich dargelegt und erläutert werden, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen. Sollte sich jeder Hundehalter kaufen und auch anwenden, weil die positiven Auswirkungen weit über eine kurzfristige Entspannung hinausgehen. Vielmehr hilft es, die Seele von Mensch und Hund wieder ein bisschen mehr in Balance zu bringen und so auch vermeintliche Hypie-Hunde, die oftmals durch menschliche Fehler überdreht sind, wieder zu einem ausgeglichenen, entspannten Leben zu verhelfen.

 

BARF – Rohfütterung für Hunde
Dr. med vet. Danja Klüver
Kosmos, 2016
112 Seiten
ISBN 978-3440147962
14,99 €

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Inhalt
BARF bedeutet, den Hund artgerecht und natürlich zu ernähren: „biologisch artgerechtes rohes Futter“. Je nach Größe, Alter und Lebenslage variiert, ist diese Fütterung für alle Hunde geeignet. Die Tierärztin und erfahrene BARF-Ernährungsberaterin Dr. med. vet. Danja Klüver erklärt, wie es geht.

Rezension
Ich gebe zu, als ich das Dr. med. vet. im Namen der Autorin las, ergriff bereits eine gewisse Anspannung von mir Besitz, weil es gemeinhin ja doch eher kritische Stimmen aus den Reihen der Tierärzte zum Thema Barfen gibt. Ich stellte mich daher auf viele Warnungen und Ermahnungen ein, auf Alternativvorschläge und klar gesetzte Grenzen dieser Ernährung. Vielleicht noch die Empfehlung diverser Nahrungszusätze, denn wenn schon nicht die rundum sorglos Fertigfuttermischung, dann wenigstens ein paar Ergänzungen, weil sonst irgendwelche Mängel drohen.
Doch weit gefehlt! Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es bleibt stets sachlich und vor allem fachlich korrekt. Erläutert die biologisch-genetischen Unterschiede zwischen Wolf und Hund und räumt mit einigen Mythen (sowohl der Barfgegner wie der Barfverfechter) auf. Nüchtern legt es die Fakten der Hundeernährung in den letzten Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden dar, in denen die realistischen Lebensumstände von der Hunde und ihrer Menschen beleuchtet und die logischen Fütterungsmodelle davon abgeleitet werden. Also nix mit reiner Fleischernährung, aber eben auch nix mit 100%  ausgewogen und industriell zusammengestellt.
Die Wahrheit ist nicht schwarz-weiß, sie ist bunt und abwechslungsreich, möglichst saisonal angepasst und natürlich.
Mir gefallen die zahlreichen Details, Zusatzinfos, faktische Belege und der informative Stil, der sich fernab jeden Extrems bewegt und die Wissenschaft, zu der die Hundefütterung heutzutage oft hochdiskutiert wird, endlich mal wieder klarstellt und einen wieder ein bisschen auf den Teppich holt.
Man findet ihr Möglichkeiten für die Futterzusammenstellung, eine Auflistung der wenigen tatsächlichen No-Gos und Gefahrenquellen und erfährt wie die Verdauung und der Stoffwechsel tatsächlich funktionieren. Gut für Einsteiger und für Fortgeschrittene, ermutigt auch den Nicht-Barfer, hin und wieder mal ein paar Frische-Tage einzulegen, ohne gleich vor Sorge, der Hund könne unterversorgt sein, graue Haare zu bekommen.
Von mir durchaus ein Empfehlenswert!

Yellowstone: Weiße Wölfin erschossen

Die weiße Canyon Wölfin
Canyon-Wölfin, Foto: Doug McLaughlin

In Yellowstone ist die weiße Wölfin vom Canyon-Rudel erschossen worden. Das hat jetzt eine Nekropsie ergeben. Die Wölfin war am 11. April in der Nähe von Gardiner schwer verletzt von zwei Hikern aufgefunden worden. Die Wanderer meldeten ihren Fund den Rangern, die die Wölfin noch lebend vorfanden, jedoch stark leidend und in Schock. Sie schläferten das Tier ein.
Nun hat sich heraus gestellt, dass sie erschossen worden ist.

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Rezension: Gebrauchsanweisung für den Wald

Cover Gebrauchsanweisung für den WaldGebrauchsanweisung für den Wald
Peter Wohlleben
Piper, 2017
240 Seiten
ISBN 978-3492276849
15,00 €

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Inhalt
Die Wälder sind sein berufliches Zuhause, und die Arbeit mit Bäumen ist sein Leben. Bei geführten Waldwanderungen gibt der passionierte Förster und Autor Peter Wohlleben sein enormes Wissen über Bäume weiter. Seine Gebrauchsanweisung ist eine ebenso handfeste wie stimmungsvolle Entdeckungstour. Fundiert und unterhaltsam weist er ein in die wichtigsten Laub- und Nadelbaumarten: was sie kennzeichnet, welchen die Zukunft gehört, welche bei Gewitter wirklich Schutz bieten. Wie man sich im Wald auch ohne Kompass oder GPS orientiert. Welche Beeren und Pilze zu empfehlen sind; wo und was Sie sammeln, pflücken und essen dürfen. Wo Campen, Feuer machen und Grillen erlaubt sind. Wie Sie Tierspuren richtig lesen – und die besten Zeiten und Plätze, an denen man Wild beobachten kann. Wie Sie sich am natürlichsten gegen Mücken, Waldameisen und Zecken schützen. Was man mit Kindern erlebt und was bei einer Nacht allein im Wald. Wie ein Waldspaziergang im Frühjahr, im Sommer, im Herbst und im Winter zu einer besonderen Erfahrung wird.

Rezension
Mit Sicherheit hat sich Deutschlands bekanntester „Baumflüsterer“ mit diesem Buch wieder einmal nicht nur Freunde gemacht. Der Autor prangert die Jagd- und Forstlobby an und nennt Dinge beim Namen, die sonst gerne verschwiegen werden. Dass der „betroffene Hund“ bellt, ist in allen Rezensionen von Wohllebens Bücher an den 1-Sterne-Rezensionen zu sehen, die inhaltlich wenig zu sagen haben, dafür lieber den Überbringer der Nachricht angreifen. Der Autor ist bekanntermaßen gegen die Jagd eingestellt und gegen die industrielle Forstwirtschaft, aber gerade dafür lieben wir ihn.
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Rezension: Falke – Biographie eines Räubers

Cover Falke Falke
Biographie eines Räubers
Helen Macdonald
C.H.Beck, 2017
240 Seiten
ISBN 978-3406705748
19,95 €

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Inhalt
Falken sind die schnellsten Tiere der Erde. Sie sind von einer erregenden Schönheit und strahlen eine natürliche, gefährliche Erhabenheit aus. Helen Macdonald, Autorin des preisgekrönten Bestsellers „H wie Habicht“, erkundet in ihrem brillant geschriebenen Buch die ganze Welt dieser Räuber, die die Menschheit seit Tausenden von Jahren magisch angezogen haben. …

Rezension
Helen Macdonald ist Schriftstellerin, Naturforscherin, Historikerin und Illustratorin. Sie forscht am Institut für Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften an der Universität von Cambridge. Zuvor hat sie u. a. als professionelle Falknerin gearbeitet und für arabische Königshäuser Jagdfalken gezüchtet. Für ihren internationalen Bestseller „H wie Habicht“ erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen.
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Tag des Baumes – nur mal kurz den Wald retten

Buche im Wald
Foto: pixabay.com

Heute ist der Internationale Tag des Baumes. Er geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück. 1872 beantragte er bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day-Resolution, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Ursprünglich am 10. April werden seither Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll daran erinnern, welche Bedeutung der Wald für den Menschen und die Wirtschaft hat.
Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Wir alle, die wir die grandiosen Bücher von Peter Wohlleben gelesen haben, wissen, dass es in Deutschland kaum noch echte Urwälder gibt.

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Wissen Wolf: Rotten Wölfe wirklich das Wild aus?

Wild in Deutschland
Das heimische Rehwild gehört zur natürlichen Beute des Wolfes in Deutschland. (Foto: Gunther Kopp)

»Wölfe (und Luchse) rotten das Wild aus«

Dies ist die immer wieder vorgetragene Sorge der Jäger um das  Wild mit der Forderung nach Abschussquoten. Wie immer gibt es in der Natur keine einfache Antwort – auch wenn dies populistisch gestrickte Zweibeiner gerne hätten.

Beutegreifer-Beute-Systeme gehören zu den kompliziertesten Geflechten der Natur. Generell gilt, dass Beutetiere die Anzahl ihrer Räuber regulieren, selten umgekehrt.
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Wissen Wolf: Tötung eines verletzten Wolfes

Wann ist die Tötung eines verletzten Wolfes erlaubt
Der verletzte Wolf starb erst nach fast einer Stunde. (Foto: Polizei Niedersachsen)

Mit steigender Wolfspopulation und zunehmendem Verkehr wird es immer wieder einmal passieren, dass Polizisten und Jäger zu einem verletzten Wolf gerufen werden. Dann stellt sich die Frage, wie damit umgegangen werden soll und wann die Tötung eines verletzten Wolfes erlaubt ist.

Verletzter Wolf in Brandenburg

In Brandenburg ist auf der A24 ein Kleintransporter mit einem Wolf zusammengestoßen. Das Tier wurde in den Straßengraben geschleudert und blieb dort schwerverletzt liegen. Ein Polizist erlöste den Wolf mit zwei Schüssen aus der Dienstwaffe von seinen Qualen. (Quelle)

Verletzter Wolf in Niedersachsen

In Niedersachsen wurde ein Wolf bei Vechta ebenfalls angefahren und schwer verletzt. Es dauert 50 Minuten, bis das Tier schließlich verendete. Polizisten und Jäger, die vor Ort waren, sahen zu. (Quelle)

Unterschiedliches Vorgehen in den Bundesländern

In Deutschland stehen Wölfe unter Artenschutz. Das gilt auch für verletzte Tiere. Das bedeutet, dass für die Tötung eines verletzten Wolfes neben dem Artenschutzrecht auch das Tierschutzrecht beachtet werden muss.

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Sachsen: Wolfsübergriffe auf Schafe in Siedlungen

Kein Zusammenhang mit Gefährdung von Menschen

Ohne Elektrozäune gibt es keinen Schutz vor Wölfen. (Foto: Elli Radinger)

Bezugnehmend auf den Beitrag der SZ vom 18.04.2017 „Wolf reißt Schafe nahe am Dorf“ weist das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ darauf hin, dass Wolfsübergriffe auf Schafe in der Nähe von menschlichen Siedlungen, wie zuletzt in Großdöbschütz (Gemeinde Obergurig, LK Bautzen), keine potenzielle Gefährdung für Menschen darstellen.

In der Nacht vom 16. auf den 17.04.2017 wurden in Großdöbschütz ein Mutterschaf und ein Lamm gerissen. Die beiden Schafe waren ungenügend geschützt. Die Koppel war nur auf einer Seite mit einem Zaun geschützt, der zudem mit einer Höhe von 80 cm zu niedrig war. An den übrigen Seiten wird die Weidefläche durch einen Graben und die Spree abgegrenzt. Gewässer bieten allerdings keinen Schutz vor Wölfen, da diese leicht durchschwommen werden können.
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Fastenzeit – Was hat es gebracht?

7 Wochen Fastenzeit

An Ostern ist die Fastenzeit zu Ende.
Millionen Menschen lassen sich jährlich mit „7 Wochen Ohne“, der Fastenaktion der evangelischen Kirche, aus dem Trott bringen. Sie verzichten nicht nur auf Schokolade oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben. Dieses Jahr gab es bei der Aktion eine „Kur der Entschleunigung“ unter dem Motto: „Augenblick mal! – Sieben Wochen ohne Sofort“.
Ich finde dieses Motto großartig, besonders für alle iPhone- und E-Mail Geplagten.

Ich persönlich hatte mich für ein anderes Fasten entschlossen:

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