Fragen der Leser zum Buch „Die Weisheit der Wölfe“ – Teil I

Immer wieder stellen mir die Leser Fragen zum Buch „Die Weisheit der Wölfe„, die ich hier gerne beantworten möchte.

Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

Wölfische Buchideen schwirren mir ohne Ende im Kopf herum. Schließlich beobachte ich diese faszinierende Tierart schon seit etwa 30 Jahren, 27 davon im Yellowstone-Nationalpark. Ich kenne sie und weiß, wie sie sich verhalten. Wenn ich nun aber in manchen Medien lesen und von Politikern und sogenannten „Experten“ immer wieder hören muss, dass die deutschen Wölfe gefährlich sind, weil sie sich …xyz… verhalten, stehen mir die Haare zu Berge. So viel Unsinn wie in letzter Zeit habe ich in all den Jahren, in denen ich über Wölfe aufkläre, noch nicht gehört. „Fragen der Leser zum Buch „Die Weisheit der Wölfe“ – Teil I“ weiterlesen

Rezension: Die verborgene Seele der Kühe

Kühe

Die verborgene Seele der Kühe
Das geheime Leben von Rindern, Hühnern, Schweinen und anderen Hoftieren
Jeffrey M. Masson
Heyne Verlag, 2018
384 Seiten
ISBN 978-3453604612
12,99 €

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Inhalt
Ein Buch, das den Blick auf unsere Nutztiere grundlegend verändert
In den Ställen und auf den Weiden findet man die erstaunlichsten Dinge: Kühe, die in Schwermut verfallen, wenn man ihnen die Kälbchen wegnimmt, selbstbewusste Schweine, die Musik lieben, mutige Ziegen und lachende Hühner mit einem unverbesserlichem Sinn für Humor. Der renommierte Tierverhaltensforscher und Bestsellerautor Jeffrey Masson präsentiert bewegende Geschichten rund um das komplexe Seelenleben unserer Hof- und Nutztiere, die so viel feinfühliger, klüger und empfindsamer sind, als wir gemeinhin glauben. Ein bewegender Einblick in eine verborgene Welt und zugleich ein leidenschaftlicher Appell für mehr Respekt vor den Hoftieren.
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Förderpreis Wilde Alpen 2018 für Ulrich Wotschikowsky

Ulrich Wotschikowsky (Mitte) bei der Preisverleihung. (Foto: Gregor Louis / Umweltstiftung)

Die Alpen und auch die bayerischen Gebietsanteile waren und sind für das Überleben zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten in Europa von zentraler Bedeutung. Das Wortspiel „Wilde Alpen“ für unseren neuen Förderpreis soll dabei die ganze Breite der Debatte spiegeln: Denn die Alpen sind in den allermeisten Bereichen nicht Wildnis, sondern eine jahrtausendalte Kulturlandschaft mit einer langen Tradition der Koexistenz von Menschen, alpiner Land- und Viehwirtschaft und Wildtieren – sicher auch früher nicht ohne Konflikte – aber auch ohne die vollständige Ausrottung von tierischen Konkurrenten. Erst vor kurzer Zeit wurde aber dort alles, was irgendwie, irgendwen, aus irgendwelchen Gründen störte oder sich nicht (ausreichend) rentierte, aufgegeben oder entfernt: Adler, Luchse, Bären, aber auch traditionelle Wirtschaftsformen und altes Kulturgut wie lokale Nutztierrassen, der Schutz der Herden mit lokalen Schutzhundezuchten und entsprechend fachkundigen Hirten. „Förderpreis Wilde Alpen 2018 für Ulrich Wotschikowsky“ weiterlesen

Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet

Der Jagdhund, der am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden wurde, wurde von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung des am toten Hund genommenen Probenmaterials konnte nun einen aufgrund der Auffindesituation vermuteten Wolfsübergriff auf den Hund bestätigen. Der Hund wurde vom Rüden des Daubitzer Rudels getötet. „Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet“ weiterlesen

Rezension: Einfach unglaublich

unglaublich

Einfach unglaublich
Erstaunliches Tierverhalten dokumentiert von den besten Naturfotografen der Welt
Natural History Museum
Knesebeck, 2018
128 Seiten
ISBN 978-3957281326
26,00 €

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Inhalt
Dieser Band zeigt die bemerkenswertesten und faszinierendsten Fotografien tierischer Verhaltensweisen, die in den letzten Jahrzehnten mit dem »Wildlife Photographer of the Year«-Award prämiert wurden, der wichtigsten Auszeichnung im Bereich Tierfotografie. Jede dieser Momentaufnahmen hält einen einzigartigen oder überraschenden Aspekt tierischen Verhaltens fest. Viele dieser Verhaltensweisen wurden so erstmals dokumentiert; manche sind so überraschend, unerwartet oder aber menschenähnlich, dass sie uns zutiefst berühren. Für solche Aufnahmen braucht es Glück, aber genauso fotografisches Können und Gespür sowie eine Nähe zu den Tieren, die man nur erreicht, wenn man lange Zeit mit ihnen und vor Ort verbringt.
Die Bilder stammen von über 50 preisgekrönten Fotografen aus mehr als 20 Ländern. Die außergewöhnlichen Naturfotografien werden ergänzt durch kurze Texte, die das gezeigte Verhalten unterhaltsam und informativ beschreiben. „Rezension: Einfach unglaublich“ weiterlesen

Schweiz: Wolfsmonitoring 2017 – Sieben Wölfe identifiziert

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für das Jahr 2017 eine Bilanz des Wolfsmonitorings erstellt. Im besagten Zeitraum wurden auf dem gesamten Kantonsgebiet sieben Wölfe formell identifiziert, darunter die drei bis jetzt unbekannten Tiere F28, M73 und M82. Jungtiere konnten im Val d’Anniviers nachgewiesen, jedoch nicht identifiziert werden. Der Aufwand für die Bearbeitung des Dossiers Wolf ist erneut angestiegen. „Schweiz: Wolfsmonitoring 2017 – Sieben Wölfe identifiziert“ weiterlesen

„Killing Games“ bester Kurzfilm beim Animal Film Festival 2018

wildlife kojote
Foto: Elli Radinger

Der Dokumentarfilm „KILLING GAMES ~ Wildlife In The Crosshairs“ von Project Coyote hat auf dem Animal Film Festival 2018  in Kalifornien den 1. Platz als bester Kurzfilm des Jahres gewonnen.

Killing Games berichtet über das sinnlose Abschlachten von Wildtieren in den USA. Project Coyote hat sich das Ziel gesetzt, die grausamen Wolf- und Kojote-Tötungswettbewerbe in Nordamerika zu beenden.

Wir gratulieren Samanta Fox und ihrem Team von ganzem Herzen und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg mit ihrer Arbeit.

Mehr über die Arbeit von Project Coyote erfahren Sie hier …

Weitere Informationen zum Film …

Brandenburg: Toter Wolf

Wie der zuständige Revierförster der Polizei am Freitag mitteilte, wurde bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen ein toter Wolf aufgefunden. Das 2-jährige weibliche Tier wies zwei Schussverletzungen auf.

Durch den Wolfsbeauftragten wurde der Isegrim zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gegen Unbekannt aufgenommen.
(Quelle

Fastenzeit – Auszeit und Schreibzeit

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Foto: Gunther Kopp

Wenn man die Wolfsmeldungen der letzten Tage und Wochen verfolgt, dann bekommt man immer  mehr den Eindruck, dass wir uns im Krieg befinden. Kein Tag vergeht ohne Forderungen nach „Obergrenze“, „Wolf ins Jagdrecht“ „Abschussforderungen“ etc. Weiterhin lesen wir jetzt regelmäßig von irgendwelchen „vermeintlichen“ Wölfen, die Kinder anknurren, ahnungslose Jogger bedrohen oder ganze Schafsherden reißen und Existenzen vernichten.

Ich habe 30 Jahre lang über den Wolf aufgeklärt und dafür gekämpft, dass er akzeptiert und verstanden wird. Heute frage ich mich manchmal ob das alles sinnlos war, denn wir scheinen uns angesichts der populistischer Hetze ins Mittelalter zurück zu entwickeln statt aufgeklärt vorwärts zu gehen. Vielleicht ist es auch ein Merkmal unserer digitalen Zeit, in der jeder (oft anonym) seine unqualifizierte Meinung verbreiten kann.
Davon brauche ich jetzt erst einmal eine Auszeit.

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