Rezension: Bailey. Ein Freund fürs Leben

Cover Bailey, ein Freund fürs LebenBailey
Ein Freund fürs Leben
W. Bruce Cameron
Heyne, 2017
352 Seiten
ISBN 978-3453504011
9,99 €

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Inhalt
Bailey ist clever, faul und ziemlich frech. Am Ende eines tristen Lebens als Straßenköter fragt er sich, wozu er überhaupt auf der Welt war, und ist verblüfft, plötzlich als wunderschöner Rassehund wiedergeboren zu werden. Der achtjährige Ethan nimmt ihn bei sich auf, und Bailey lernt, was es heißt, einen echten Freund zu haben. Aber seine Reise ist noch nicht beendet, er muss weiterziehen und noch viel lernen. Als er Ethan nach vielen Jahren wiedersieht, ergibt alles plötzlich einen Sinn …
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Wissen Wolf: Wolf, Wolfshund, Hund

Gerissene Schafe, verletzte Hunde, forsche Wölfe, die gelegentlich durch ein Dorf oder an einer Joggerin vorbeilaufen. Die Nachrichten über Wolfssichtungen oder Wölfe als Täter nehmen zu.  Gerissene Schafe werden ohne eine DNA-Überprüfung abzuwarten, schnell dem Beutegreifer zugeordnet, die Medien überschlagen sich. Aber nicht jedes Tier, das wie ein Wolf aussieht, ist auch einer. Oft handelt es sich beispielsweise um einen Wolfshund oder einfach um einen Hund.

Rotkäppchen und der Wolf
Rotkäppchen lässt grüßen (Foto: pixabay)

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Rezension: Will sei Dank. Memoiren einer Frau mit Hund

Cover Will sei DankWill sei Dank
Memoiren einer Frau mit Hund
Patricia B. McConnell
Kynos, 2017
272 Seiten
ISBN 978-3954641352
19,95 €

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Inhalt
Als Honorarprofessorin für Tierverhalten, Hundeverhaltensberaterin und Bestseller-Autorin von Hundefachbüchern kennt Dr. Patricia McConnell sich mit Hunden aus wie kaum jemand sonst. Tausenden von Klienten hat sie mit ihren schwierigen Hunden geholfen, und doch ist alles anders als sonst, als der junge Border Collie Will auf ihrer Farm Einzug hält: Sein extrem schwieriges Verhalten bringt sie mehr als einmal an die Grenze – weniger an die des technischen Trainer-Know-Hows als an die emotionale und nervliche. Eine ganz neue Erfahrung, wenn es sich plötzlich um den eigenen Hund handelt!

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Wissen Wolf: Verhalten bei einer Wolfsbegegnung

Wolfsbegegnung mit einem Rudel
Foto: Gunther Kopp

In Deutschland werden wir in Zukunft immer öfter die Gelegenheit zu einer Wolfsbegegnung haben. Hier ein paar Tipps, wie Sie sich dann verhalten sollten.

Was tun bei einer Wolfsbegegnung im Wald?

Treten Sie selbstbewusst auf. Machen Sie sich groß, stellen sich breitbeinig hin, klatschen in die Hände und rufen laut „Hau ab“!

Werfen Sie KEINE Gegenstände nach dem Wolf. Diese oft gehörte Empfehlung können Freilandforscher nicht teilen. Das Werfen von Gegenständen könnte einen Jungwolf neugierig machen.
Da Wölfe sehr sensibel auf Geräusche reagieren, ist auch ein einfaches Handtaschenalarmgerät praktisch. Wenn man einen Pin zieht oder einen Knopf drückt, ertönt ein sehr lauter, schriller Piepton.
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Korrektur: Newsletter Wolf & Co Mai/Juni 2017

Im letzten Newsletter hatte ich über folgende Meldung berichtet:

Bedrohlich? bereichernd? – Diskussion über Wölfe verschärft sich
Immer wenn sich Claudia Szentiks Gummistiefel und Atemschutz anzieht, ist wieder einer gestorben. Auf ihrem Seziertisch im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin landen seit 2012 alle Wölfe, die in Deutschland tot gefunden werden – 24 Tiere waren es allein seit Beginn dieses Jahres. …
Mehr …

Meine Anmerkung zum Artikel war:
„Man muss sich das mal vorstellen: Jeder 10. Wolf wird in Deutschland illegal erschossen!!!“
Das ist aber so nicht richtig. Im Artikel stand wörtlich: „Für jeden zehnten Wolf muss Szentiks jedoch eine Todesursache notieren, die sie besonders betroffen macht: illegale Tötung.“
Korrekt heißt das also, dass sich diese 10 Prozent auf die Zahl der toten Wölfe bezieht, die die Pathologin seziert hat, und nicht auf die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe, wie mein Kommentar glauben machen will.
Konkret: Nicht jeder 10. deutsche Wolf, sondern 10 Prozent der von der Pathologin untersuchten Wölfe wurden illegal getötet.

Wenn ich schon so gerne manche unrichtige Behauptung der Medien kritisiere, muss ich mich diesmal auch an meine eigene Nase fassen. Mea culpa! Danke an den Kollegen, der mich darauf aufmerksam gemacht hat.

Trotz allem ist und bleibt natürlich jeder einzelne getötete Wolf ein Wolf zu viel.

Impression aus Montana

Trading Post in Paradise, Montana
Paradise, Montana

Nein, ich habe nicht den Job gewechselt und eine Tradingpost in Montana aufgemacht – wenngleich das Paradise Valley in der Nähe zum Yellowstsone-Park ein äußerst attraktives Plätzchen ist.

Ich suche gerade Fotos für mein neues Buch heraus und bin dabei auf dieses Bild  gestoßen. Diejenigen von euch, die mit mir in Montana waren, werden sich vielleicht erinnern.

Auf meiner  Yellowstone-Seite finden Sie weitere Fotos von meinen Wolfsreisen.

Wissen Wolf: Räude beim Wolf. Wie gefährlich ist sie?

In Sachsen-Anhalt wurde im Februar 2017 ein toter Wolf aufgefunden, der von Räude befallen war. Die Deutsche Jagdzeitung druckte ein Foto des jungen Wolfes, das seinen extrem schlechten Zustand zeigt.

Wie gefährlich ist Räude beim Wolf?

Sarcoptes Räude ist bei wilden Kaniden eine der gefährlichsten Krankheiten. In Amerika wurde sie 1909 von staatlichen Tierärzten in die Rocky Mountains eingeführt, um die örtliche Kojoten- und Wolfspopulation zu vernichten. Noch lange nach der Ausrottung der Beutegreifer existierte die Milbe weiter. Im Winter 2008 konnte ich in Yellowstone zum ersten Mal Wölfe beobachten, denen großflächig Fell fehlte. Auch Füchse können unter der Krankheit leiden.
Im Winter kann sie daher ein wichtiger Regulierungsfaktor für Wolfspopulationen sein. Es gibt mehr Fälle von Räude, wenn die Populationszahlen steigen. Eine Ansteckung von Haustieren, seltener auch Menschen, ist zwar möglich, lässt sich jedoch gut behandeln.
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Wissen Wolf: Mehrfachtötung von Schafen ist kein Blutrausch

Mehrfachtötung von Beutetieren gibt es in der Wildnis nur extrem selten.
Wölfe in den Abruzzen haben ein Schaf getötet. (Foto: Gunther Kopp)

Wenn Wölfe in eine Schafherde eindringen und gleich mehrere Tiere töten, bezeichnet man diese Mehrfachtötung als „Surplus Killing“. Verständlicherweise sind der Schock und die Wut der Besitzer bei diesem Anblick groß. Dennoch ist der Wolf kein „blutrünstiger Massenmörder“. Das würde verhaltensökologisch auch keinen Sinn machen – warum sollten Beutegreifer ihre eigenen Nahrungsgrundlagen vernichten?

Beim Phänomen der Mehrfachtötungen lässt sich beobachten, dass die Wölfe manchmal wie der berühmte „Fuchs im Hühnerstall“ so lange beutefangmotiviert zupackten, bis sich nichts mehr bewegt. Wie viele Beutetiere ein Wolf auf einmal tötet und wie viel er von seiner Beute frisst, hängt unter anderem davon ab, wie leicht die Tiere zu töten sind und ob der Beutegreifer durch Menschen beim Fressen gestört wird. Weidetiere sind mitunter zu eng in einem Gatter unausweichlich zusammengepfercht und daher für einen Wolf leichte Beute.
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Rezension: Lily und der Oktopus

Cover von Liliy und der Oktopus.Lily und der Oktopus
Steven Rowley
Goldmann, 2017
352 Seiten
ISBN 978-3442314331
18,00 €

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Inhalt
Lily lebt seit zwölf Jahren in Los Angeles. An der Seite des Drehbuchautors Ted hat sie eine großartige Zeit verbracht. Viele Abenteuer haben die beiden gemeinsam bestanden, so manche Herausforderung gemeistert, und nichts konnte sie je voneinander trennen. Lily ist eine Dackeldame, und sie ist die witzigste und charmanteste Begleiterin, die es für Ted nur geben kann. Doch dann wird Lily schwer krank – und auch wenn Ted weiß, dass er kaum eine Chance hat, zieht er in den Kampf gegen seinen ärgsten Feind: den Tod, der sie bedroht. Ted und Lily begeben sich auf ihre letzte große gemeinsame Reise – und Ted begreift, dass die Liebe uns mitunter allen Mut abverlangt, den wir haben …

Rezension
Ich gestehe: Ich rätsele immer noch über dieses Buch und kann es nicht wirklich einsortieren. Wer wie ich davon ausgeht, dass es sich um eine emotionale Geschichte über die Liebe eines Mannes zu seinem Hund handelt, der wird enttäuscht. Vielmehr geht es überwiegend um die misslungen Beziehungen eines Drehbuchautors (mit Drogen- und Alkoholproblemen) mit anderen Männern – und um einen Tumor mit Namen „Oktopus“. „Rezension: Lily und der Oktopus“ weiterlesen